Platz zwei und somit das Heimrecht im möglicherweise entscheidenden dritten Play-off-Halbfinal-Spiel ist aus eigener Kraft nicht mehr drin für den VfE Ulm/Neu-Ulm in der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga. Nach der 3:5 (1:1, 2:1, 0:3)-Niederlage am Sonntagabend beim ERSC Amberg (25 Punkte) finden sich die Devils (22) bei einer weniger ausgetragenen Partie als die Konkurrenz auf Platz vier wieder.

Bei Siegen in den noch ausstehenden zwei Heimspielen gegen den EV Dingolfing und den EV Moosburg hängt eine bessere Ausgangssituation für die Entscheidungspartien für den Sprung eine Etage höher vom Ausgang des Duells Kempten (26) gegen Amberg am Sonntag  ab. „Es ist für uns jetzt einfach die Pflicht, unsere beiden Begegnungen zu gewinnen“, fordert VfE-Sportvorstand Georg Meißner.

Devils setzen alles auf eine Karte

Bei der Niederlage in Amberg war es in den ersten 50 Minuten ein Duell auf Augenhöhe. Die Gäste traten bis auf Sebastian Koberger (Fußverletzung) in Bestbesetzung an. Dustin Vycichlo und Jonathan Schalk standen nach langer Verletzung erstmals wieder gemeinsam auf dem Eis. Zunächst waren die Devils durch Joschua Eckmann (10.), Michael Simon (28.) und Peter Brückner (31.) bei zwei Gegentreffern (6., 39.) effektiver. Zu diesem Zeitpunkt mutmaßte Meißner, dass sich letztlich die Mannschaft durchsetzen würde, die weniger Fehler produziere. Ein Amberger Doppelschlag (50., 51.) brachte dann innerhalb von 80 Sekunden die Wende. Nach dem fünften Gegentor (56.) nach einem Abwehrpatzer setzte VfE-Trainer Robert Linke alles auf eine Karte und nahm bereits zwei Minuten vor dem Abpfiff den Torwart Martin Niemz vom Feld und versuchte, im Überzahlspiel noch einmal den Anschluss herzustellen.

Auch die Devils kassieren eine Zeitstrafe

Doch selbst nach einer Amberger Strafzeit und zwei Akteuren mehr vor dem gegnerischen Gehäuse gelang keine Resultatsverbesserung mehr. Als sich dann auch die Devils noch eine Zeitstrafe einhandelten, war das Spiel endgültig  entschieden.

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Treffer hat der VfE Ulm/Neu-Ulm in der Bayernliga-Aufstiegsrunde erzielt. Damit sind die Devils in dieser Hinsicht die Nummer fünf unter den acht Mannschaften.