Eishockey Ein Tscheche im Trikot des VfE Ulm/Neu-Ulm

Dominik Synek hat sich den „Devils“ angeschlossen.
Dominik Synek hat sich den „Devils“ angeschlossen. © Foto: Verein
Detlef Groninger 28.12.2017
Neuzugang Dominik Synek weckt beim Landesligisten Erinnerungen an erfolgreiche Zeiten in Ulm und Neu-Ulm.

Der tschechische Eishockey-Stürmer Ervin Masek hat in der Region einen Kult-Status. Der heute 50-Jährige war einer der Eckpfeiler in der erfolgreichsten Ulm/Neu-Ulmer Ära. Mit dem damaligen Klub EC Ulm/Neu-Ulm war ihm 1998 der Sprung in die dritthöchste deutsche Liga gelungen. Nun könnte sein Landsmann Dominik Synek beim Nach-­Nach-Nachfolgeverein VfE Ulm/Neu-Ulm in die gewaltigen Fußstapfen von Masek treten. „Dominik ist sehr torgefährlich. Er wird das Publikum mitreißen“, frohlockt Devils-Verteidiger Patrick Meißner, der Masek selbst als Jugendtrainer noch in Neu-Ulm erlebt hatte. Gerade zur rechten Zeit: Zuletzt wurden die Neu-Ulmer von Landesliga-Spitzenreiter ERV Schweinfurt mit 0:5 (0:1, 0:3, 0:1) und einem vergebenen Penalty von Joschua Eckmann unter Wert geschlagen.

Bei den bislang drei absolvierten Trainingseinheiten von Synek in Neu-Ulm hat der 22-Jährige  jedenfalls einen herausragenden Eindruck hinterlassen. „Er ist wesentlich stärker als Johan Larsson. Dominik ist ein netter Kerl und passt super in die Mannschaft“, lobt Meißner. Der schwedische Verteidiger Larsson, erst vor der Saison zum VfE gekommen, ist inzwischen zum Ligakontrahenten EC Bad Kissingen gewechselt. Der Tabellenzweite hat den Betrag für die erforderliche Transferkarte übernommen, so dass die Devils mit der Verpflichtung eines EU-Ausländers kostenneutral nachlegen konnten. Der 1,82 Meter große und 85 Kilogramm schwere Synek hat in den vergangenen beiden Spielzeiten in Amerika gespielt.

Der zweite VfE-Vorsitzende Georg Meißner hat den Spieler-Passantrag beim bayerischen Verband bereits gestellt. Vielleicht kann Synek somit bereits am Donnerstag (19.30 Uhr) beim ESC Haßfurt und am Freitag (20 Uhr) beim ESC Vilshofen mitwirken. Dann soll auch das 18-jährige Offensivtalent Daniel Sommer, zuletzt zwei Jahre beim Bezirksligisten EC Senden, dabei sein. Der Bruder des 16-jährigen Benedikt Sommer, schon als Ersatztorwart im Landesligakader auf der Bank, ist ein VfE-Eigengewächs. Daniel Sommer war schon bei den letzten beiden Trainingslagern der Herrenmannschaft mit dabei. Patrick Meißner: „Daniel ist ein Spieler, den man für die Zukunft aufbauen kann.“