Hochfilzen / uwe  Uhr
Der DSV nominiert Marina Sauter, Lena Hanses und Philipp Lipowitz vom DAV Ulm für den IBU-Junior-Cup in Nove Mesto.

In Hochfilzen ist Lena Hanses (DAV Ulm) voll durchgestartet. Die Langenauerin, die nach erfolgreich absolviertem Abitur nun ein Profi-Jahr einlegt, hat beim Alpencup beide Wettkämpfe der Jugend 2 gewonnen. Der Lohn: Sie wurde ebenso wie Philipp Lipowitz für den letzten IBU-Junior-Cup nominiert. Der hätte am letzten Januar-Wochenende eigentlich in Polen stattfinden sollen, wurde mangels Schnee aber nach Nove Mesto verlegt.

Marina Sauter will dort natürlich ihre Führung in der Gesamtwertung bei den Juniorinnen verteidigen. Die 20-Jährige frühere Jugend-Weltmeisterin hat sich einen Platz im Team der Junioren-­WM zum Ziel gesetzt. Nachdem die vergangene Saison nach der langwierigen Arm-Verletzung zum Vergessen war, hat sie nun wieder Anschluss an die Spitze gefunden. Das stimmt endlich wieder optimistisch.

Zum Auftakt in Hochfilzen war ein Einzel über 12,5 Kilometer gefordert. Für Marina Sauter lief alles nach Plan – bis zum letzten Schießen. Bis dahin fehlerfrei geblieben, ließ sie doch noch zwei Scheiben stehen. Trotzdem wurde sie Zweite, 45,9 Sekunden hinter der makellos schießenden Tamara Steiner (Österreich/40:30,4).

Nachdem es am Samstag sonnig gewesen war, zog am Sonntag Nebel über die Anlage des österreichischen Bundesheers, die an der Landesgrenze zwischen Tirol und Salzburg liegt. Marina Sauters Stimmung war nach dem Sprint auch nicht mehr ganz so strahlend wie am ersten Tag. Sie ärgerte sich über drei Fehler im Stehendanschlag. Der Sieg ging an Sophia Schneider (Oberteisendorf/22:26,3/2). Mit 1:33 Minuten Rückstand landete die Ulmerin auf Rang vier – Pech, angesichts der Tatsache, dass die beiden unmittelbar vor ihr platzierten Österreicherinnen nur 0,4 und 0,2 Sekunden schneller waren.

Für die Jüngeren führt die Einzel-Distanz über zehn Kilometer. Lena Hanses zeigte ein hervorragendes Rennen. Nach 33:42,2 Minuten kam sie ins Ziel und war trotz der je 45 Strafsekunden für die drei Fehler schneller als die fehlerfrei schießenden Johanna Hartmann (Winterberg/+23,5). Hinter der Slowenin Tais Vozelj (+29,8/3) und der Schweizerin Amy Baserga (+52,9/5) wurde Sabrina Braun (+1:24,5/3) Fünfte. Die 17-Jährige hatte beim Sprint dann Pech. Sie war in der Abfahrt in einen Sturz verwickelt, bei dem ihr eine Konkurrentin in den Rücken fuhr. Die Folge: Aus im Rennen, schmerzhafte Prellungen an Rücken, Knie und Ellbogen. Ironie des Schicksals: Zwillingsschwester Mareike, mit der sie am SkiInternat in Furtwangen ein Zimmer teilt, laboriert ebenfalls an einer Rückenverletzung, wegen derer sie die gesamte Saison verpassen wird. Die 18 Jahre alte Lena Hanses aber ließ sich auch am Sonntag nicht vom obersten Treppchen stoßen. In 18:47,7 Minuten setzte sie sich nach 6 km vor Luise Miller (Pirna) durch.

„Leistung nicht abgerufen“

Der konstant gute Philipp Lipowitz musste sich trotz guter Laufzeit mit Platz sieben im Einzel der Jugend 2 zufrieden geben. Vier Fehler brachten ihm 3:13 Minuten Rückstand auf den slowenischen Sieger Alex Cisar (1) ein. „Das, was ich beim Schießen im Training zeige, konnte ich teilweise nicht abrufen“, sagte der selbstkritische 18-Jährige. Im Sprint ging es besser, da kam nur ein Fehler auf sein Konto, womit Philipp Lipowitz als Gesamt-Vierter zweitbester Deutscher nur knapp 9 Sekunden hinter Danilo Riethmüller (Clausthal-Zellerfeld/4) war. Ganz oben stand erneut überlegen der Slowene Cisar.

Felix Beier zeigte sich nach einem schwachen Einzel vom Samstag verbessert. Der DAV-Athlet kam mit 2:29,3 (2) Minuten Rückstand auf den 24. Platz.

Nachwuchs in Schönwald

VR-Talentiade Mehr als 100 Starter gingen zum Finale der VR-Talentiade an den Start, das der DAV Ulm mangels Schnee in Schönwald ausgerichtet hat. Bei den Jüngsten zeigten Valentin Müller (2.) und Akseli Ollonen (3.) sowie Melina Gaupp (3.) sehr gute Leistungen.

Schüler 13 Ein Einzel über 3,8 Kilometer war gefordert. Julia Tannheimer zeigte zwar die beste Laufleistung, kassierte für zwei Fehler aber 30 Strafsekunden und wurde Zweite. Auf Platz drei kam Johanna Rauch ebenso wie ihr Bruder Matthias Rauch bei den Jungs.

Schüler 14/15 Über sechs Kilometer ging es für die ältesten Schüler. Pro Fehler gab es 20 Strafsekunden. Till Teubner setzte auf sicheres Schießen, was sich auszahlte: Er blieb als Einziger fehlerfrei und wurde Zweiter der S15. Bei den S14 schaffte es Finn Schlabach (6) als Dritter aufs Podest. Charlotte Gallbronner setzte sich bei den Mädchen durch.

Qualifikation Für den Deutschen Schüler-Cup haben sich qualifiziert: Till Teubner, Kilian Seybold, Charlotte Gallbronner, Mara Biedenbach (S15), Finn Schlabach (S14), Matthias und Johanna Rauch sowie Julia Tannheimer und Maike Steck (S13).