Neu-Ulm Drei Premieren beim New Golf Club

Neu-Ulm / Von Sebastian Schmid 27.08.2018
Kaum ist die Tennis-WM der Senioren beendet, steht auf der Anlage des New Golf Club in Neu-Ulm das nächste Event an. Veranstalter Florian Ebner freut sich beim Pro-Tour-Turnier gleich auf mehrere Premieren.

Florian Ebner hat momentan kaum Zeit zum Verschnaufen. Der 60 Jahre alte Geschäftsmann aus Ulm war in den vergangenen Wochen als Organisator und Teilnehmer der Tennis-Senioren-WM doppelt gefordert. Doch statt sich nach getaner Arbeit zu erholen, nimmt er gleich das nächste Event in Angriff. Dabei stehen beim New Golf Club Neu-Ulm gleich mehrere Premieren an.

Zum einen ist es das erste Mal, dass ein Turnier der Pro Golf Tour in Neu-Ulm stattfindet. Es ist die erste Veranstaltung dieser Serie, die auf einem Neun-Loch-Platz ausgetragen wird. Und schließlich  ist es das erste Mal, dass bei einem solchen Turnier die ersten beiden Runden im Zählspiel stattfinden, bevor die besten 32 der 78 Starter nach dem Cut am Montag im Lochspiel-Modus den Sieger ermitteln.

Bei der Pro Golf Tour (bis 2012 EPD-Tour) handelt es sich um Europas Einstiegsklasse. Bei 21 Turnieren können sich die Teilnehmer die Starterlaubnis für die Challenge Tour erspielen, über die sie sich wiederum für die European Tour qualifizieren können, die höchste europäische Spielklasse.

Golf-Stars der Zukunft in Neu-Ulm?

Deutschlands Vorzeige-Profi Martin Kaymer hat beispielsweise 2006 in der drittklassigen EPD-Tour begonnen und sich bis an die Weltspitze durchgekämpft. Durchaus möglich also, dass in Neu-Ulm ein kommender Star abschlägt. Trotzdem rechnet Ebner nicht mit einem Zuspruch wie bei der Tennis-WM: „Dass so viele Zuschauer kommen, hatten wir nicht gedacht. Das hing aber mit dem guten Wetter und den namhaften Teilnehmern zusammen.“

Letztlich waren nicht nur die über 1100 Starter vollauf zufrieden, sondern auch das Organisationsteam, das zwei Wochen im Dauereinsatz war – und seine Sache offensichtlich gut gemacht hat. Zumindest hat der Weltverband ITF angefragt, ob sich Ulm und Neu-Ulm nicht für die WM 2020 bewerben will.

Das Golfturnier soll nun ein ähnlicher Erfolg werden. Dabei hilft die Setzliste, auf der bis auf den Gesamt-Führenden alle Top-Spieler dabei sind. Zudem sorgen der aus Ulm stammende Maximilian Walz sowie die Wildcard-Teilnehmer Luis Meyer und Constantin Bader (beide New Golf Club) für Lokalkolorit. Und dann ist da noch der neue Spiel­modus sowie ein „Shootout“, bei dem sich am Dienstag (16 Uhr) die Teilnehmer zuschauertauglich auf der Driving Range Mann gegen Mann gegenüberstehen.

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So wird bei Turnieren gezählt

Matchplay Bei dieser Zählvariante, die auch Lochspiel genannt wird, wird jedes einzelne Loch extra gewertet. Das heißt, wer mit weniger Schlägen einlocht, gewinnt die Bahn und erhält dafür einen Punkt. Bei gleicher Schlagzahl wird das Loch geteilt, das Zwischenergebnis bleibt unverändert. Der Ryder Cup, der traditionellen Kontinentalvergleich zwischen den USA und Europa, wird als Matchplay-Variante ausgespielt.

Zählspiel Hierbei wird die Schlagzahl (Score) addiert. Es gewinnt der Spieler, der am Ende die wenigsten Schläge insgesamt benötigt hat. Geht ein Turnier über mehrere Tage, werden die Schläge der einzelnen Runden addiert, Gesamtsieger ist auch hier, wer in Summe die wenigsten Schläge benötigt hat. Die meisten Turniere werden in dieser Variante gespielt.

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