Neu-Ulm / swp  Uhr
American Football: Die Neu-Ulm Spartans haben ein schweres Nachholspiel bei Tabellenführer Straubing Spiders.

Die Neu-Ulmer wären eigentlich Ende April in die neue Football-Regionalliga-Saison gestartet. Das Spiel fiel damals wegen schlechten Platzverhältnissen aus. Jetzt gastieren die Spartans im Nachholspiel am Sonntag (15 Uhr) beim aktuellen Branchenführer, dem vermutlich härtesten Brocken der Liga.

Die Straubing Spiders waren in der vorletzten Saison Meister, verzichteten aber auf die Playoffs. Jetzt versuchen sie das Kunststück erneut. Darum stuft der Spartans-Cheftrainer Daniel Koch die Straubinger als erste Anwärter auf den Meistertitel ein. Dennoch weiß er um die Qualitäten seines eigenen Teams: „Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden“, stellt der Coach deshalb trocken fest. „Ich bleibe dabei: Wir sind dieses Jahr nicht mehr in Rolle des Topfavoriten. Aber das war für mich von Anfang an klar und ist für mich völlig okay. Das macht es für die Spiders aber unangenehmer als für uns. Als Underdog bist du immer in der Rolle des Jägers, spielst mit weniger Druck und vielleicht stellen wir den Spiders ja dieses Jahr so ein Bein.“

Was macht die Spieler mit den Spinnen auf den Trikots und den Helmen so stark? „Die Spiders haben zwei US-Amerikaner im Team: Einer ist Neu-Quarterback Mark Wright. Der wirft gut, hat gute Receiver, ist flink genug, um selber zu laufen“, sagt Koch und meint damit, dass sich die Straubinger Offense, gegen die die Spartans immer viele Punkte kassieren mussten, nochmals verstärkt hat.

Da muss der Spartans-Angriff dagegen arbeiten. „Die Straubinger kassieren dieses Jahr aber auch viele Punkte, letzte Woche waren es insgesamt 41 gegen die Franken Knights. Wenn unsere Offense rund läuft und wir unsere Chancen nutzen, kann das ein offener Schlagabtausch werden.“ Die Spartans halten fest an ihrer Devise fest, nie aufzugeben: „Das Ziel muss sein, dass wir nie aufstecken und als Team und jeder einzelne von uns am Ende alles gegeben hat.“

Dass in dieser Hinsicht die Moral der Neu-Ulmer stimmt, war im vierten Quarter des zurückliegenden Heimspiels und der bitteren 14:46-Niederlage gegen GFL-Absteiger München Rangers deutlich zu sehen und zu spüren.