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Die farbigen Trikots für die Führenden in der Gesamtwertung sind auch für Nachwuchs-Biathleten ein großes Ziel. Drei von sechs haben sich die Baden-Württemberger beim Deutschen Schüler-Cup in Oberwiesenthal erobert, darunter Charlotte Gallbronner (DAV Ulm), die bei den Schülerinnen 15 mit Platz zwei und drei die Spitze übernahm.

Es war ein stürmischer Ausflug in den tiefsten Winter des Erzgebirges. Sieben Stunden auf den Straßen folgte ein reduziertes Training im Schneesturm. Besonders für die Sportler des DAV Ulm war das ungünstig, da der Großteil der nationalen Konkurrenz seit Ende November auf Schnee trainiert.

Zum Auftakt war ein Technik-Sprint zu bewältigen, es folgte am zweiten Tag ein sehr anspruchsvoller Verfolgungswettkampf – bei eisigem Wind und Neuschnee. Julia Tannheimer war bei den Schülerinnen 13 als Führende nach den Sommer-Wettkämpfen nach Oberwiesenthal gereist. Mit den Rängen acht und sieben machte sie ihre Sache ordentlich, hatte aber am Schießstand zu kämpfen. Beste Ulmerin war am ersten Tag Johanna Rauch (7.), während in der Verfolgung Maike Steck auftrumpfte: Sie lief von Rang zwölf auf sechs nach vorn. Bei den Jungs verbesserte sich Matthias Rauch mit einer guten Verfolgung von 18 auf 15.

Probleme beim Schießen

Im Mittelfeld platzierte sich Finn Schlabach im Sprint (14.), musste anschließend aber der schweren Strecke über sechs Kilometer Tribut zollen: Vor allem die vier Fehler im zweiten von drei Schießen warfen ihn weit zurück (22.). Überhaupt war das Schießen bei einigen Ulmern das Problem. Ausnahme: Till Teubner (Schüler 15). Er blieb als einer von zwölf der knapp 200 Sportler im Technik-Sprint fehlerfrei. Auch in der Verfolgung, die bei den Ältesten über acht Kilometer führte, ließ er bei 20 Schuss nur zwei Scheiben stehen. In der Loipe fehlten zwar nach langwieriger Erkältung zum Jahreswechsel noch einige Körner, trotzdem ging’s vom 13. auf den 8. Platz. Auch Kilian Seybold verbesserte sich: von 23 auf 18. Bei den Mädchen führte der Sieg nur über ein fehlerfreies Schießen. Das gelang Charlotte Gallbronner dieses Mal nicht. Zwei Fehler im Techniksprint, drei in der Verfolgung, das konnte sie gegen die bayerischen Konkurrentinnen trotz starker Laufleistung nicht aufholen.

  Platz zwei und drei standen am Ende des Wochenendes zu Buche. Doch das genügte, um sich das gelbe Trikot der Führenden zu erobern. Mit 99 Zählern liegt sie nun knapp vor den punktgleichen Berta Leubner (Oberhof) und Isabel Neugebauer (Neubau/je 96). Mara Biedenbach  fiel von Rang 18 auf 23 zurück. Auch ihr Manko: das Schießen.