Tennis Braasch und Holm schlagen in Neu-Ulm auf

Karsten Braasch ist einer der prominenten Teilnehmer bei der Senioren-WM der Tennisspieler in Ulm und Neu-Ulm.
Karsten Braasch ist einer der prominenten Teilnehmer bei der Senioren-WM der Tennisspieler in Ulm und Neu-Ulm. © Foto: dpa
Ulm / Winfried Vogler 24.07.2018

Mit einer Rekordbeteiligung ist die Anmeldefrist für die Senioren-Weltmeisterschaft vom 12. bis 25. August zu Ende gegangen. Insgesamt 1078 internationale Tennisspielerinnen und Spieler werden in den Altersklassen 50 plus, 55 plus und 65 plus in Ulm und Neu-Ulm an den Start gehen. Damit liegt die Beteiligung im Vergleich zu den vergangenen Titelkämpfen in den USA und Finnland deutlich darüber. Allein für die Einzel-WM sind beim Veranstalter, der International Tennis Federation (ITF), über 602 Meldungen eingegangen. In der Altersklasse Herren 50 plus werden 151 Spieler am Start sein. Im Team-Wettbewerb wurden 476 Spielerinnen und Spieler in 119 Teams von ihren nationalen Tennisverbänden gemeldet. Ab sofort können nur noch Wildcards vergeben werden.

Warten auf Rückmeldung

Dafür kommen frühere Tennisweltstars wie der ehemalige Davis-Cup-Gewinner Karl-Uwe Steeb, der Schwede Mikael Pernfors oder Wimbledon-Siege  Michael Stich in Frage, deren feste Zusage allerdings bislang noch aussteht. Ob die 18-fache Grand-Slam-Siegerin und neunmalige Wimbledon-Gewinnerin Martina Navratilova oder der sechsfache niederländische Grand-Slam-Sieger Paul Haarhuis auf einem der Tennisplätze von SSV Ulm 1846, TK Ulm, NTK Neu-Ulm und TSV Pfuhl aufschlagen werden, ist ebenfalls noch offen.

Fest steht, dass bereits in der ersten Turnierwoche mit Andrei Chesnokov, Andrey Olkhovsky (beide Russland) und Henrik Holm (Schweden) ehemalige Weltklasse-Spieler in den Teamwettbewerben am Start sein werden (50+). Der russische Top-Ten-Spieler Chesnokov hat bereits sieben ATP- sowie zwei Master-Titel eingefahren. Unterstützt durch seinen russischen Teamkollegen Andrey Olkhovsky, bestes ATP-Ranking als Nummer 49 im Einzel sowie 6 im Doppel, gilt das Team Russland als klarer WM-Favorit. Henrik Holm, bestes ATP-Ranking Nummer 17 im Einzel sowie 10 im Doppel, startet für das Team Schweden.

Auch in der zweiten Woche stehen bei den Einzelwettbewerben mit dem Schweden Anders Jarryd (ehemals Top fünf), dem Ukrainer Dimitri Poliakov, ehemaliger Davis-Cup-Spieler, und dem deutschen Karsten Braasch frühere Top-Spieler auf dem Feld.

Mit Katalin Böröcz (TSG Söflingen), Florian Ebner (TK Ulm) sowie Alex Windisch (Siebentisch Augsburg) gehen auch Lokalmatadoren aussichtsreich an den Start. „Nach dem Wimbledon-Erfolg von Angelique Kerber findet die Tennis-Seniors-WM in Deutschland natürlich zu einem perfekten Zeitpunkt statt. Der deutsche Tennissport ist endlich wieder auf dem Weg zur alten Größe“, freut sich Turnierdirektorin Sabine Schmitz vom Deutschen Tennis Bund (DTB).

Erinnerungen ans „Spiel der Geschlechter“

Die Teilnahme-Bestätigung von Karsten Braasch hat die Veranstalter besonders gefreut. Der Deutsche hatte zum Ende seiner Karriere durch den "Battle of Sexes" für Furore gesorgt. Als damalige Nummer 203 bezwang er 1998 beide Williams-Schwestern. Zunächst Serena Williams mit 6:1 und anschließend Venus Williams mit 6:2.

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