Turnen Beim Gymixed turnen Ulmer und Pfuhler gemeinsam

Ex-Nationalturner Helge Liebrich ist bereits Stammgast beim „Gymixed“ in der Ulmer Kuhberghalle.
Ex-Nationalturner Helge Liebrich ist bereits Stammgast beim „Gymixed“ in der Ulmer Kuhberghalle. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Michelle Hänisch 13.12.2017
Das „Gymixed“ bietet am Samstag in der Kuhberghalle wieder ein einmaliges Spektakel, bei dem Sportler aus der Region bis hin zu Topathleten aus dem Ausland zusammen auf einer  Bühne stehen.

Wenn regionale Kunstturner zusammen mit Athleten aus der Nationalmannschaft oder dem Ausland auf einer gemeinsamen Bühne stehen, dann ist es wieder so weit: Der Turngau Ulm lädt zum alljährlichen Show-Wettkampf „Gymixed“. Während sich die männliche Turnmannschaften des SSV Ulm 1846 und die des TSV Pfuhl in der vergangenen Saison hochklassige Derbys lieferten, treten die beiden Vereine am kommenden Samstag um 17 Uhr in der Kuhberghalle bei der mittlerweile 29. Auflage des „Gymixed“ gemeinsam auf.

Dabei werden neben den insgesamt 14 Turnerinnen und Turnern aus Ulm, Pfuhl und Heidenheim vor allem die Athleten aus den Niederlanden, Frankreich und Litauen mit Spannung erwartet. Ebenfalls mit von der Partie wird Nationalturner Christian Dehm vom Stadt-TV Singen sein. Zusammen mit dem im Frühjahr aus der Nationalmannschaft verabschiedeten Helge Liebrich machen die beiden das international erfahrene Aufgebot perfekt.

Bevor der Wettbewerb allerdings in die erste von vier Runden gehen kann, müssen die Paare aus den insgesamt 20 Teilnehmern erst noch ausgelost werden. Einziges Kriterium dabei ist, dass ein Mann und eine Frau jeweils ein Turn-Duo stellen. Nationalität oder Leistungsniveau ist für das Los völlig unbedeutend.

Dass es sich beim „Gymixed“ nicht um einen vergleichbaren Bundesligawettbewerb handelt, betont Simon Barth, der Vizepräsident des Spitzensportes vom Turngau Ulm. Für ihn ist die zufällige Auslosung der Paare nicht der einzige Grund, warum das „Gymixed“ eine so „einmalige“ Veranstaltung in der Region ist: „An diesem Abend tragen die Athleten viel mehr Verantwortung. Bei einem Bundesligawettkampf ist die Abfolge der Geräte, die nacheinander geturnt werden müssen, bekannt. Beim Gymixed liegt die Entscheidung bei jedem einzelnen Athleten selbst“, sagt Barth, und erklärt: „Die Turnerinnen und Turner müssen sich in jeder Runde neu überlegen, ob sie ein einfaches oder schwieriges Gerät wählen, um dabei auf Sicherheit oder Risiko zu setzen.“ Fliegen nach zwei von insgesamt vier Runden jeweils drei Paare raus, stehen sich in der dritten Runde noch die verbliebenen vier Paare gegenüber, bevor es für die zwei besten Teams an diesem Abend in der finalen Runde um den Sieg geht.

Neben dem sportlichen Wettkampf können sich die 2000 erwarteten Zuschauer auf verschiedene Showgruppen, wie die Mini-Jellys aus Langenau oder auf das Aerobic-Power vom SSV 46, freuen. Wer das Turnspektakel nicht verpassen will, sollte früh kommen, am Samstag werden an der Abendkasse die letzten Stehplatzkarten verkauft, ehe um 17 Uhr der Startschuss fällt.

Janine Berger führt durch den Abend

Die Moderation des Gymixed übernimmt zusammen mit Rainer Stube keine geringer als die Olympia-Teilnehmerin Janine Berger. Ebenso wie der Turngau Ulm will sie den Sport für Nachwuchs attraktiv und populärer machen und selbstverständlich das Turnen in der Region mit ihrem Engagement fördern. Weil sie (noch) nicht an allen Geräten turnen kann, greift die Bundesliga-Turnerin nicht ins sportliche Geschehen ein.

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