Volleyball Aufholjagd nicht belohnt

VfB-Angriff mit Absicherung: Amelie Stoss und Annika Foit (links). Die Ulmerinnen, bis dahin ebefalls ungeschlagen, verloren in der Regionalliga gegen den VC Offenburg II im Tiebreak.
VfB-Angriff mit Absicherung: Amelie Stoss und Annika Foit (links). Die Ulmerinnen, bis dahin ebefalls ungeschlagen, verloren in der Regionalliga gegen den VC Offenburg II im Tiebreak. © Foto: Rudi Apprich
Ulm / Alexander Finck 04.12.2018

Emotional wurde es am Heimspieltag der beiden Ulmer Volleyball-Abteilungen in der Weststadthalle. Sowohl die Herren des VfB Ulm, als auch die Damen des SSV 46 konnten über einen Sieg in der Volleyball-Oberliga jubeln. Die Damen des VfB unterlagen im Regionalliga-Spitzenspiel gegen den VC Offenburg II.

Die Schimpftirade von Spielertrainer Philip Autenrieth nach der 0:3-Pleite der VfB-Herren gegen Eningen vor zwei Wochen zeigte offenbar Wirkung. Vor heimischem Publikum lieferten sich die Ulmer im Oberliga-Duell gegen den Tabellendritten TV Rottenburg III kaum Fehler und sicherten sich einen ungefährdeten 3:0-Sieg (25:14, 25:19, 25:14).

„Alles hat funktioniert, was wir uns vorgenommen haben“, sagt VfB-Mittelblocker Simon Thomas. Die Annahme der Ulmer Herren war derart sicher, dass sie nur neun Punkte nach Aufschlägen der Gäste zuließ. „Wir haben Rottenburg komplett überrollt“, sagt Thomas: „Der Sieg war für uns alle ein Befreiungsschlag.“

Das Oberligaspiel der Damen des SSV 46 gegen den TV Rottenburg war für Trainer Florian Franke ein Test für sein Herz. „Das war ein auf und ab der Gefühle“, sagte Coach Franke. Sein Team gewann am Ende mit 3:2 (25:22, 23:25, 23:25, 25:20, 17:15).

Ulm startete gut ins Spiel und ging im ersten Satz in Führung, doch dann bereiteten die Außenangreiferinnen des Gegners Ulm zunehmend Probleme. Das führte zum Verlust des zweiten und dritten Satzes. Im vierten Durchgang stand der SSV 46 mit dem Rücken zur Wand (16:23), doch Nachwuchsspielerin Carolin Ott brachte Ulm dank einer Serie von neun Aufschlägen zurück ins Spiel. Die 18-jährige Zuspielerin führte letztendlich die SSV-Damen im Tiebreak dann sogar zum Heimerfolg. „Sie war heute unsere Matchwinnerin“, freut sich Franke.

Im Regionalliga-Duell der bisher ungeschlagenen Teams verloren die VfB-Damen mit 2:3 (16:25, 19:25, 25:13, 25:21, 9:15) gegen VC Offenburg II. „Das ist die beste Mannschaft, gegen die ich jemals gespielt habe“, erkennt VfB-Coach Stefan Weyer an.

Sein Damen-Team lief nach zwei Sätzen einem 0:2-Rückstand hinterher und wurde vom VC „regelrecht auseinandergenommen“. Erst im dritten Durchgang konnten die VfB-Damen dank zwei Aufschlagserien von Annika Foit und Mara Schreiber zurück ins Spiel finden. Die Sätze drei und vier gingen an den VfB, doch Offenburg entschied im Tiebreak das Topspiel für sich. Nun rangiert der VC, gefolgt von Ulm, auf Tabellenplatz eins.

Dreifach-Spieltag von Erfolg gekrönt

Die Idee des sportlichen Miteinanders im Volleyball wird von den Zuschauern belohnt: Mehr als 100 Fans besuchten am vergangenen Heimspieltag die Partien des VfB und des SSV 46. „So voll war es schon lange nicht mehr“, freute sich Stefan Weyer, der Trainer des VfB Ulm, am Samstagabend. Das Heimspiel-Konzept der beiden Ulmer Volleyball-Abteilungen lockt immer mehr Zuschauer an.

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