Reiten Starke Leistungen bei Reitturnieren in Langenau und Weißenhorn

Siegreicher Weißenhorner Lokalmatador: Andreas Barth mit Wallach Garry van Boven.
Siegreicher Weißenhorner Lokalmatador: Andreas Barth mit Wallach Garry van Boven. © Foto: Rudi Apprich
reb 04.07.2017
Reiten: Bei den Turnieren in Langenau und Weißenhorn gab es starke Leistungen zu sehen. Herausragender Teilnehmer im bayerischen Schwaben war Konstantin van Damme auf seinem Holsteiner Wallach. Von Jörn Rebien

Zwei neue Gesichter haben bei den Turnieren in Weißenhorn und Langenau mit Top-Leistungen die Springreiterszene in der Region aufgemischt. Herausragender Teilnehmer im bayerischen Schwaben war Konstantin van Damme, und in Württemberg hat sich Marcel Braitinger ausgezeichnet.

Zum Abschluss des zweiten Weißenhorner Turniertages am Samstag wollte Konstantin van Damme in der Springprüfung Klasse M* noch nicht alles  wagen. Gerade mal zwei Wochen reitet der 25-Jährige mit bulgarischem Pass für Pferdehändler Eduard Beuter in Öpfingen. Er lieferte aber auf dem achtjährigen Holsteiner Wallach Shirkahn zum Einstieg einen fabelhaften Ritt ab und gewann knapp vor der für Langenau reitenden Martina Beck als Siegerin der zweiten Abteilung auf Sandro Gold.

Im Zwei-Sterne M-Springen am Sonntag legte der Stilist seine Zurückhaltung ab und stürmte gleich als erster der 15 Starter zum erneut knappen Sieg. Diesmal auf Wallach Jalisco aus der französichen Zucht. Mit Shirkahn und Camillo kamen zur Abrundung des erfolgreichen Wochenendes noch die Plätze drei und vier dazu. Lediglich der erfahrene Profi Marcus Rieger (Tübingen) konnte auf Denver dem hippologischen Feuerwerk mit dem zweiten Platz etwas entgegen setzen.

Da fehlte der Illertissener Edwin Schmuck. Der hatte auf einen Start verzichtet, weil in wenigen Tagen das Turnier in Ingolstadt-Hagau auf dem Plan steht. Dort gilt es, ein Springen für das Bayern-Championat erfolgreich zu bestehen, um als Belohnung auf den Weg zu den München Indoors abzubiegen. Die letzte Qualifikation darf er dann beim großen Heimturnier Ende August in Illertissen bestreiten.

Zuvor gab es einen Heimsieg.  Mit der guten Wertnote 8,0 gewann Andreas Barth vom gastgebenden Reitverein Weißenhorn die Springpferdeprüfung der Klasse M. Der 19-jährige aus Tiefenbach hatte den erst fünfjährigen Hannoveraner Wallach Gerry van Boven gesattelt. Der wurde von Juror Heinrich Liegl ob seiner Rittigkeit und der tollen Springmanier gelobt. Der Lokalmatador hat, obwohl erst seit zwei Jahren auf Turnieren,  ein Händchen für junge Pferde und steuerte auch noch Cotamo in der Springpferdeprüfung Klasse A zum Sieg. Für die Profis Werner Sailer (Jettingen) auf Click Clack (Wernote 7,8)  und Simon Schlachter (Edelstetten) auf Belvedere (Wertnote 7,7) blieben nur die Plätze zwei und drei. Noch zwei Heimsiege steuerte mit bestem Stil und ebenfalls einer 8,0 Kerstin Volz auf Cicciottella im Stilspringen der Klasse A**  und im Punktespringen A* bei.

Für die Weißenhorner jungen Reiter verliefen die Turniertage wie die Dressur eine Woche zuvor recht zufriedenstellend. „Wir wollen dem Nachwuchs die Möglichkeit geben, sich im Wettkampf zu messen. Das haben wir auch erreicht“, so Trainerin und Turnierverwalterin Kirsten Knapp-Stölzle. Auf die Schulpferde war Verlass. „Am Ende kam unser Haflinger etwas außer Puste“, berichtete die Übungsleiterin, deren Schüler schon eine Woche zuvor auf dem Dressurviereck mit einigen Platzierungen glänzen konnten. Vor allem Nelly Marie Ott auf Querido und Rebecca Müller auf Alberto wurden als Abteilungssiegerinnen ausgezeichnet. Aber in allen drei Nachwuchsprüfungen im Parcours kamen die Sieger allesamt aus Bellenberg. Da ist für die Weißenhorner noch Luft nach oben.

Auch im elterlichen Betrieb gefordert

Ein Jahr Wettkampfpause verlangte der elterliche Betrieb Marcel Braitinger ab. In Langenau zeigte der 29-jährige Springreiter aus Merklingen, dass mit ihm wieder zu rechnen ist. Im abschließenden M*-Springen mit zwölf Teilnehmern hieß die Ausgangsposition Chef Braitinger gegen Bereiterin Sabrina Wiest und die Urspringerin Dorothe Schmid, die alle drei mit jeweils zwei Pferden das Stechen erreichten. Braitinger legte gleich auf der 14-jährigen Württemberger Stute Body vor Life die deutlich schnellste Siegerzeit vor. Wiest auf Penelope wurde Zweite und Schmid holte sich auf All Star und Quibelle die Plätze drei und vier. Pech für Lokalmatador Axel Unseld, den ein Abwurf im Umlauf am Einzug in das Stechen hinderte. Am Vortag konnte im M-Springen noch Tobias Ramminger aus Westerheim triumphieren. Auf Cinzano verwies er ganz knapp Braitinger auf die Plätze zwei und vier. In den Dressurprüfungen kamen in der Klasse A mit Marina Fischer und Victoria Ammann die Siegerinnen aus Rißegg. Jana Junginger gelang im Reiter-Wettbewerb ein Sieg für die Gastgeber.

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