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Dieser Tag, den die Neu-Ulm Spartans am vergangenen Football-Regionalliga-Spieltag erwischt hatten beim Rückspiel gegen den Landsberg X-Press, der war rabenschwarz. Der Gast war nicht zu stoppen und überfuhr die Spartans mit 0:76 (0:21 / 0:21 / 0:21 / 0:13). „So ganz viel kann ich kaum sagen“, gab Spartans-Cheftrainer Daniel Koch noch einen Tag nach dem Spiel unumwunden zu, um dann trocken festzustellen: „War ja wirklich ‚ne satte Packung.“

Tatsächlich gibt es da nichts zu beschönigen. In der prekären Personalsituation ist kaum ans Punktesammeln zu denken, noch weniger ans Siegen. Weitere Ausfälle in der Offense-Line vor diesem Spiel ergaben die spezielle Lage, dass nur noch sage und schreibe ein einziger gelernter Angreifer zur Verfügung stand. Zur großen Unerfahrenheit seines Teams kommt die aus den Negativ-Erlebnissen der anhaltenden Niederlagenserie mangelnde Selbstsicherheit und Nervosität – abzulesen auch aus den sieben, acht Ballverlusten im Spiel gegen den X-Press.

Auf fremde Hilfe angewiesen

„Nach dem kleinen Hoch von letzter Woche ist das natürlich ein herber Dämpfer, diese größte Schlappe, welche wir Spartaner bisher einstecken mussten“, bedauert der Coach. Er weiß: „Jetzt gilt es, das Mögliche zu tun, um die Personalsituation bis zum Straubing-Spiel in zwei Wochen irgendwie zu verbessern und parallel natürlich gespannt auf die Ergebnisse der Knights zu sehen.“

Nach zehn Wochen ohne Unterbrechung kommt es darauf an, wer von der Offense-Line fit wird. Insbesondere müssen die Spartans auf fremde Hilfe hoffen, wenn sie die Liga halten wollen. Landsberg bleibt mit dem Sieg gegen Neu-Ulm auf Meisterschaftskurs und machte zudem weiter Boden gut gegenüber Straubing. Beide werden dann das letzte Spiel dieser Saison bestreiten, und womöglich entscheidet sich dann, wer von beiden den Titel holt. Da könnten die 76:0 Punkte gegen die Spartans noch eine Rolle spielen.