Leichtathletik Alina Reh: Der zweite DM-Titel ist drin

Dauerläuferin: Alina Reh ist nach ihrem Ermüdungsbruch im Fuß wieder fit. Morgen läuft sie die 5000 Meter.
Dauerläuferin: Alina Reh ist nach ihrem Ermüdungsbruch im Fuß wieder fit. Morgen läuft sie die 5000 Meter. © Foto: Imago
Nürnberg/Ulm / chu 21.07.2018

Für viele Leichtathleten ist es die letzte Qualifikationsmöglichkeit für die zwei Wochen später startenden Heim-Europameisterschaften in Berlin (6. bis 12. August): Und mitten drin drei Ulmer Starter, die ihre Tickets schon sicher haben, und eine Höhenfliegerin, die insgeheim noch auf den „Lucky Punch“ hofft.

Die mit insgesamt sechs Startern und zwei Staffeln dieses Mal besonders große Delegation des SSV 46 hat bei den deutschen Leichtathletikmeisterschaften, die heute und morgen im Nürnberger Max-Morlock-Stadion ausgetragen werden, einiges vor.

Extrem motiviert dürfte Stabhochspringerin Stefanie Dauber sein. In einem Jahr ohne die überragende, aber verletzte Lisa Ryzih scheint im Stabhochsprung der Frauen (morgen, 14 Uhr) alles offen und damit auch alles möglich zu sein, auch wenn sich mit der jungen Mannheimerin Jacqueline Otchere von der MTG Mannheim, die beim World Cup in London 4,60 m sprang, eine Athletin etwas abgesetzt hat. Die Norm für die EM-Quali von 4,45 Metern und eine Medaille scheint für viele Springerinnen möglich.

Auch für Dauber, die sich mit 30 Jahren in der Form ihres Lebens befindet und sich bereits auf 4,40 m gesteigert hat.

Wichtige Zwischenstation

Ganz beruhigt sind die Langstrecklerin Alina Reh sowie die beiden Zehnkämpfer Arthur Abele und Mathias Brugger nach Nürnberg gefahren. Für sie sind die deutschen Meisterschaften nur ein spannender Formtest und Zwischenstation auf dem Weg nach Berlin. Alina Reh ist nach Aussagen ihres Trainers Jürgen Austin-Kerl fit und will auf den 5000 m (morgen, 15.30 Uhr) ein schnelles Unterdistanzrennen absolvieren, denn bei der EM nimmt sie die 10 000 m in Angriff. Wer sie über die 5000 m fordern wird, wird wohl erst der Wettkampftag zeigen, da viele Top-Läuferinnen, darunter auch die ebenfalls genesene Konstanze Klosterhalfen, gemeldet haben, sich aber wohl erst kurzfristig für die 1500 oder die 5000 m entscheiden werden.

Ein weiterer Titelgewinn nach 2015, ebenfalls in Nürnberg, scheint für Alina Reh jedenfalls nicht unmöglich. Mit Marlene Gomez Islinger steht eine weitere Ulmer Läuferin an der Startlinie, die im großen Feld versuchen wird, ihre Bestleistung von 16:57,54 Minuten zu steigern.

Die Zehnkämpfer Abele und Brugger werden in Nürnberg nicht um Medaillen laufen. Abele will am heutigen Samstag (17.15 Uhr) mit einer 13er-Zeit über die 110 m Hürden Selbstvertrauen für den EM-Zehnkampf aufbauen. Fürs Finale kann man sich damit alle Mal qualifizieren. Im stärksten Lauf der besten acht Staffeln sollte auch die Ulmer „Zehnkampf-4x400“ mit Mathias Brugger, Fynn Zenker, Tim Nowak und Arthur Abele stehen (morgen, 19.20 Uhr). Sie wollen ihren Kreisrekord von 3:13,05 Minuten noch mal ausbauen. Sicher ist: So viele Zehnkampfpunkte standen noch nie in einem DM-Finale bei den Viertelmeilern.

Der vierte 8000-Punkte-Mann Manuel Eitel präsentiert sich über 100 m und will mit Bestzeit ins Halbfinale (heute 18.15 Uhr) stürmen. Das ist für die Sprinterinnen um Katharina Eich eine Nummer zu groß. Aber deutliche Steigerungen wünscht sich Eich über 200 m (morgen, 14.40 Uhr) und zusammen mit Valentina Steifensand, Katharina Schuldt und Maria Herbinger in der Sprintstaffel nur eine knappe Stunde zuvor.

Livebilder aus dem Morlockstadion

Die ARD wird sich im Rahmen ihres Sportnachmittages am heutigen Samstag zwischen 13.30 und 19.55 Uhr immer wieder zuschalten. Am morgigen Sonntag berichtet dann das ZDF zwischen 17.30 und 18.50 Uhr live aus Nürnberg.

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