Aerobic Aerobic-WM: Ulmerin mit fehlerfreiem Wettkampf

Alles Ulmer Aerobic-Team in Südkorea (hinten, v. li.): Lina Schmid, Celina Glöckle, Simone Eberhardt, Maya Schwally und Emma Sturm, Einzelturnerin Magdalena Schmid (Mi.) sowie (vorne, v. li.:) Danica Weig und Nadja Mack.
Alles Ulmer Aerobic-Team in Südkorea (hinten, v. li.): Lina Schmid, Celina Glöckle, Simone Eberhardt, Maya Schwally und Emma Sturm, Einzelturnerin Magdalena Schmid (Mi.) sowie (vorne, v. li.:) Danica Weig und Nadja Mack. © Foto: Anke Beranek
Incheon / EB/MHA 22.06.2016
Mit positiven Erlebnissen ist das Aerobic-Team des SSV Ulm 1846 von der WM zurückgekehrt. Besonders stark präsentierte sich in Südkorea die Jüngste.

Das Abenteuer Incheon ist Vergangenheit. Acht Aerobic-Turnerinnen des SSV Ulm 1846 haben die deutschen Farben bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Vorort von Seoul vertreten. Auch wenn dabei wie erwartet keine Medaille heraussprang, haben die Teenager sowohl wichtige Erfahrungen für ihre  sportliche und persönliche Entwicklung gemacht.

Als eine der jüngsten Teilnehmerinnen weltweit sorgte die zwölf Jahre junge Magdalena Schmid mit 18,150 Punkten für eine Überraschung. Die Ulmerin mit Nerven wie Drahtseilen schob sich damit auf Rang 23 unter 40 Starterinnen aus 35 Ländern. Natürlich schlug sie dabei auch ihre zwei Jahre ältere Nationalmannschaftskollegin, Ewa Maria Zorn, aus Berlin, die am Ende 28. wurde.

Dabei war Magdalena Schmid bei ihren ersten Weltmeisterschaften als hoffnungsvolles Nachwuchstalent vorwiegend eigentlich nur angereist, um erste Wettkampferfahrungen zu sammeln. „Wir sind eigentlich ohne eine Zielplatzierung mit Magdalena nach Korea geflogen. Dass sie als unsere Jüngste vor diesem weltweiten Publikum so nervenstark geblieben ist, macht die Freude um ihren 23. Platz natürlich umso größer“, resümierte Cheftrainerin Anke Beranek stolz.

Das Ulmer Trio mit Nadja Mack, Danica Weig und Maya Schwally zeigte sich genauso wettkampferprobt. Für ihre fehlerfreie Übung bekamen sie eine Punktzahl von 18,050 Punkten und wurden mit Platz 17 belohnt. „Das war die beste Übung der Saison – besser gehts nicht“, beschrieb der Ulmer Athletiktrainer Klaus Häberle die Leistung seiner Sprösslinge. Dabei hatten die Drei als einzige Starter in der Jugend einen Salto vorwärts gezeigt, den die Kampfrichter entsprechend mit einer hohen Bewertung der Choreographie belohnten.

Im Gruppenwettkampf standen die fünf Ulmerinnen einem Weltklasseniveau gegenüber: „Unser Ziel war ein Platz unter den besten zehn Gruppen. Ohne Patzer hätten wir lediglich einen weiteren Rang gutmachen können. Daher sind wir sehr zufrieden mit dem 13. Platz unserer Gruppe, mehr war einfach nicht möglich“, sagte Anke Beranek. Aufgrund eines kleinen Fehlers wurden Lina Schmid, Celina Glöckle, Simone Eberhardt, Emma Sturm und Maya Schwally nicht der gesamte Schwierigkeitswert anerkannt. Abgesehen davon konnten die Mädels aber ihre volle Leistung abrufen und eine schöne Übung präsentieren. Die Leistungsdichte im WM-Finale der Jugendgruppen war so hoch, dass jedes der zehn gestarteten Teams Weltmeister hätte werden können. Am Ende schaffte dies das Trio, das in der Quali Achter geworden war.

Aufenthalt in Südkorea: Keine Probleme trotz Schriftzeichen

Eindrücke Während die sportlichen Wettkämpfe für die Ulmerinnen in Incheon nur zwei Tage dauerten, hatte die insgesamt zehnköpfige Reisegruppe um die Weltmeisterschaften herum fünf weitere Tage Zeit, sich ein Bild von Land und Leuten in Südkorea zu machen. „Incheon ist deutlich ursprünglicher und ruhiger als die Touristen-Metropole Seoul“, berichtet Ulms Trainerin Anke Beranek. Besonders auffallend war die herausragende Freundlichkeit der Asiaten an allen Orten. „Obwohl fast keiner Englisch spricht, braucht man keine Angst zu haben. Die Koreaner sind so hilfsbereit und tun alles, damit man sich in ihrem Land trotzdem zurechtfindet.“ Das 2,9 Millionen Einwohner fassende Incheon befindet sich 28 Kilometer von der südkoreanischen Hauptstadt Seoul entfernt. Die Hafen- und Industriestadt an der Nordwestküste ist der drittgrößte Ort des Landes.

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