Eishockey Abwehrass mit Herz und Vision

Martin Jainz hat in 13 Jahren in Memmingen Kultstatus erreicht. Nun kehrte er an seine alte Wirkungsstätte zurück.
Martin Jainz hat in 13 Jahren in Memmingen Kultstatus erreicht. Nun kehrte er an seine alte Wirkungsstätte zurück. © Foto: Volkmar Könneke
Detlef Groninger 05.12.2018

Eishockey-Verteidiger Martin Jainz hat in den 13 Jahren beim ECDC Memmingen Kultstatus erlangt. Der Ex-Teamkapitän des Oberligisten will nach der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte im Eisstadion Neu-Ulm mit dem VfE Ulm/Neu-Ulm den ganz großen Wurf mit dem Sprung in die Bayernliga ins Visier nehmen.

„Als Sportler will ich immer das Maximum erreichen. Wenn alle Spieler fit sind und zur Verfügung stehen, bin ich davon überzeugt, dass wir den Aufstieg auch schaffen können“, betont der 36-Jährige. Der Grund für den Eishockey-Abschied aus dem Allgäu ist die berufliche Beanspruchung. „Ich arbeite 40 Stunden und habe dann sieben bis acht Mal Training pro Woche. Das war nicht mehr zu stemmen“, sagt Jainz, in der letzten Saison noch gelegentlich als Fußballer beim Landesligisten TSV Buch im Einsatz.

Sein letzter Auftritt bei einem Heimspiel am letzten Freitag in Memmingen war ein bewegender Moment. Die Fans feierten ihn mit Standing Ovations. „Da hatten selbst ältere Zuschauer Tränen in den Augen. Vielleicht war der Zuspruch so groß, weil ich in guten, wie in schlechten Zeiten dageblieben bin“, meint Jainz.

Es gab zwar auch Anfragen anderer Vereine, für ihn selbst aber keine Alternative zu den Devils. Er will nun dort sportlich etwas zurückgeben, wo er sich bei den VfE-Vorgängerklubs und dem damaligen und inzwischen verstorbenen Trainer Toni Krinner (später Trainer in der DEL) die Grundlagen für seine Karriere angeeignet hat. Jainz: „Wenige Trainer haben mich so geprägt wie Toni. Ich hatte nicht so viel Talent, habe aber gebissen. Das hat ihm gefallen. Es gab bessere Spieler, die aber kein entsprechendes Herz für den Sport hatten.“

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