Nun geht es für die Cracks des Eishockey-Landesligisten VfE Ulm/Neu-Ulm um den großen Wurf. Im ersten Aufstiegsrundenspiel gastiert heute (20 Uhr) der Bayernliga-Zwölfte ERV Schweinfurt im Eisstadion Neu-Ulm.

„Jeder Spieler ist heiß und weiß, dass er eine Schippe drauf legen kann, soll oder muss“, sagt VfE-Geschäftsführer Patrick Meißner. Trainer Robert Linke wirft angesichts der hochkarätigen Konkurrenz aber nicht schon früh die Flinte ins Korn. „Wir können jeden Gegner schlagen“, kündigt er an.

Auch wenn mit Martin Keller ein Akteur kurzfristig noch den Verein verlassen hat. Der Stürmer, der vordergründig in der dritten oder vierten Reihe zum Einsatz kam,  trat mit der Bitte um eine Vertragsauflösung an den Verein heran. Er wechselt mit sofortiger Wirkung zum Erzrivalen und Aufstiegsrundengegner ESV Burgau 2000, bei dem er sich mehr Spielzeiten erhofft. Zudem fehlt heute und am Sonntag (17.30 Uhr) beim EC Pfaffenhofen, Bayernliga-Absteiger von 2018, noch krankheitsbedingt Offensivkollege Nicklas Dschida.

Die positive Entwicklung der Mannschaft dient aber als Mutmacher für den Sprung auf einen der begehrten drei Aufstiegsplätze im Feld der acht Mannschaften. In dieser Hinsicht sind vor allem Stürmer Peter Brückner und Maximilian Güßbacher, eigentlich Torwart Nummer zwei, hervorzuheben.

Top-Stürmer im Blickpunkt

Top-Torjäger Brückner, 24, hat sich mit 23 Treffern und 15 Vorlagen in 18 Partien bereits in die Notizbücher der höherklassigen Vereine gespielt. „Er ist aus seinem Schatten herausgetreten. Er ist sehr ehrgeizig und belohnt sich dafür. Er hat aber auch die entsprechend guten Mitspieler“, lobt Linke, der mit Brückner selbst noch zu dessen Anfangszeiten beim EV Bad Wörishofen zusammen auf dem Eis gestanden hat. Brückner kam vor der Runde aus dem Allgäu an die Donau und war von Beginn an der Mitmotivator. „Er lebt das Eishockey der Mannschaft vor und reißt sie mit“, ergänzt Linke. Und der 21-jährige Güßbacher ist ein fast gleichwertiger Ersatz für Devils-Stammschlussmann Konstantin Bertet. Linke: „Max kam als Wundertüte. Er hat unglaubliches Potenzial. Wir hatten gehofft, dass er so einschlägt. Und dann haben wir mit dem jungen Patrick Wagner einen dritten Torwart, der den beiden anderen gehörig Druck macht.“