In der Tabelle trennt den Fußball-Bezirksligisten FTSV Kuchen (9.) und den Kontrahenten TSV Denkendorf (11.) nur ein Pünktchen. Verständlich also, dass die Kuchener da gerne noch drei weitere Punkte dazwischen schieben möchten. Dazu haben sie schon morgen, Donnerstag, 14.30 Uhr, Gelegenheit, wenn der Aufsteiger im Ankenstadion vorbeischaut.

Für die Fans verspricht die Begegnung eine spannende Angelegenheit zu werden. Die Kuchener haben sich nach zuvor zwei Niederlagen in Folge – 1:5 in Neidlingen und 1:2 gegen Köngen – wiedererstarkt zurückgemeldet und sich bei der SGM T/T Göppingen ein 1:1 erkämpft. Wobei für die Mannschaft von Trainer Martin Braunmiller durchaus auch ein Dreier drin gewesen wäre. „Eigentlich hätten wir gewinnen müssen“, sagt er, „wir brauchen wieder mehr Zielstrebigkeit bei unseren Abschlüssen. Unsere Offensive ist momentan nicht so durchschlagskräftig wie noch zu Saisonbeginn.“ Symptomatisch hierfür: In den vergangenen Spielen gelang dem FTSV jeweils nur ein Treffer. Braunmiller: „Wir kämpfen zwar gut, aber wir investieren noch zu viel in unser Spiel.“

Eine andere Baustelle, die der Kuchener Trainer endlich schließen möchte, ist die Defensive. „Wir kassieren zu viele Tore, vor allem zu viele leichte. Das heißt, wir müssen hinten wieder stabiler stehen, weniger zulassen.“ Was besonders gilt, wenn auch noch die Offensive stockt. Beispiel Göppingen: Dort hatte der FTSV bis zur 83. Minute das 1:0 gehalten, dann aber doch noch den Ausgleich kassiert.

Gegen Denkendorf erwartet Braunmiller „ein Spiel auf Augenhöhe“. Mit dem jüngsten 2:1-Erfolg gegen Deizisau hat der TSV auf jeden Fall ein Ausrufezeichen gesetzt – zumal der Aufsteiger in dieser Partie einen Rückstand in einen Sieg umgebogen hatte. „Die haben einen guten Lauf mit vier Siegen aus den vergangenen sieben Spielen“, sagt Braunmiller, der von seiner Mannschaft fordert, „offensiv mutig und defensiv sicher“ zu Werke zu gehen.

Ob am Ende der Heimvorteil den Ausschlag über Sieg, Remis oder Niederlage geben könnte?„Eigentlich mag ich das Wort nicht. Ich bin keiner, der  von Vor- oder Nachteil spricht“, betont Braunmiller: „Ich würde eher sagen, wir haben zu Hause ein gutes Gefühl, haben dort bisher  immer gute Leistungen gezeigt, auch bei unseren zwei Heimniederlagen.“ Für den Coach ist die Rechnung einfach: „Gewinnen wir unsere Heimspiele, schließen wir die Saison auf einem guten Platz ab. Deshalb machen wir es dort jedem Gegner schwer.“