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Schwäbisch Hall Unicorns
Ingolstadt / Axel Streich Die Schwäbisch Hall Unicorns feiern bei den Ingolstadt Dukes einen 24:0-Erfolg. Das Wetter macht das Passspiel schwierig.

Bis Mitte der Woche hatte Halls Head Coach Jordan Neuman lediglich den verletzten Julian Annerwall auf der Liste der Ausfälle für das Spiel in Ingolstadt. Bis zur Abfahrt am Samstag hagelte es aber geradezu Krankmeldungen und Absagen wegen Trainingsblessuren. So musste Neuman auf zehn weitere Akteure verzichten, darunter auch die beiden Linebacker Nick Alfieri (Wadenzerrung) und Daniel Emmanuel (Hexenschuss).

Wegen einer Grippe musste sich auch Starting-Runningback Jerome Manyema abmelden, was dem Haller Angriff anzumerken war. Das nasskalte Wetter lud nicht gerade zu einem exzessiven Passspiel ein und so lag viel Verantwortung auf Manyemas Backup Maurice Schüle, der zumindest in der ersten Halbzeit schwer mit der starken Ingolstädter Verteidigung zu kämpfen hatte. Kommt hinzu, dass man der neu formierten und ebenfalls dezimierten Haller Offense Line auch im zweiten Spiel insbesondere bei den Running Plays noch Entwicklungspotenzial attestieren musste.

Starke Verteidigungen bei beiden Mannschaften

So tat sich die Haller Offense in Summe durchaus schwer gegen ihre Gastgeber, die es verstanden, den Spielfluss bei den Unicorns ein ums andere Mal zu unterbinden. Allen voran der Ex-NFL-Spieler Justin Shirk, der mit vielen Tackles überall auf dem Platz zu finden war. Noch schwerer tat sich allerdings der Dukes-Angriff mit der Haller Defense, was auch das Zu-Null-Ergebnis dokumentiert. Die Verteidigungsreihe der Unicorns verstand es trotz der prominenten Ausfälle gut, die Dukes von der eigenen Endzone fern zu halten.

Ihren zweiten Ballbesitz nutzten die Unicorns, um zwei Minuten nach Anpfiff mit 7:0 in Führung zu gehen. Tyler Rutenbeck wurde über 25 Yards von Jadrian Clark bedient (Tim Stadelmayr sorgte mit seinem Kick für den Extrapunkt). Danach wechselte der Ballbesitz mehrfach, meist durch Befreiungskicks, einmal aber auch durch eine Passinterception von Ingolstadts Fred Payne.

Erst fünf Minuten vor der Halbzeit konnten die Haller ihre Führung ausbauen. Nach mehreren Pässen auf den am Samstag gut aufgelegten Aurieus Adegbesan standen die TSGler fünf Yards vor der Dukes-Endzone, in die dann Jadrian Clark zum 14:0 (wieder Stadelmayr mit dem Extrapunkt) eindrang. Damit ging es auch zur Pause in die Kabinen.

Hall erhöhte den Druck auf die Gastgeber früh im dritten Viertel. Ein 13-Yard-Pass von Clark auf Nate Robitaille (Stadelmayr: Extrapunkt) brachte ihnen die 21:0-Führung, die die Latte für die Dukes noch höher legte. In der Folge zeigten diese ihren besten Angriffszug, bei dem sie immer wieder Lücken in der Haller Laufverteidigung aufdecken konnten. Ingolstädter Punkte verhinderte aber Halls Xequille Harry, der einen Dukes-Pass in der Haller Endzone abfangen konnte.

Endstand zu Beginn des vierten Viertels

Bereits zum Start ins letzte Viertel stellte Tim Stadelmayr mit einem 45-Yards-Fieldgoal den späteren 24:0-Endstand her, obwohl die Unicorns in der Offense inzwischen flüssiger agierten und die Haller Defense weiterhin die Angriffsbemühungen der Dukes in Schach hielt. Ein vielversprechender Drive, der an der Haller 13-Yard-Linie startete und die Unicorns mit einem guten Mix aus Pass- und Laufspielzügen bis an Ingolstadts 30-Yard-Linie führte, blieb ohne Punkte. Ein Fumble bei der Ballabgabe von Jadrian Clark an Brandon Kohn machte die Chance auf weiter Punkte zunichte.

„Eine gegnerische Offense bei Null Punkten zu halten ist immer eine tolle Leistung“, freute sich Halls Head Coach nach dem Spiel. „Wir mussten heute mit vielen Ausfällen zurecht kommen und ich denke, dass die Nachrücker einen guten Job gemacht haben“, ergänzte Neuman. „In der Offense haben wir unseren Rhythmus erst in der zweiten Hälfte gefunden und wir müssen daran arbeiten, dass wir Angriffszüge zuverlässiger auch mit Punkten abschließen.“

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Die Schwäbisch Hall Unicorns gelten mittlerweile als europaweites Top-Team.

So spielten sie

Ingolstadt Dukes –
Schwäbisch Hall Unicorns

0:24

Punkte für Hall: Tyler Rutenback (6), Tim Stadelmayr (6), Jadrian Clark (6) und Nate Robitaille (6)

Viertelergebnisse: 0:7/0:7/0:7/0:3

Alle Punkte:
0:7 – Tyler Rutenbeck – 25-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)
0:14 – Jadrian Clark – 5-Yard-Lauf (PAT Tim Stdelmayr)
0:21 – Nathaniel Robitaille – 13-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)
0:24 – Tim Stadelmayr – 45-Yard-Fieldgoal