American Football Unicorns schlagen Ingolstadt souverän

Schwäbisch Hall / Viktor Taschner 13.08.2018
Die Schwäbisch Hall Unicorns geben sich weiterhin keine Blöße. Nach dem 44:13 gegen die Ingolstadt Dukes fehlt noch ein Sieg zur Südmeisterschaft.

Die Play-Offs werfen ihre Schatten voraus. Ob bewusst oder unterbewusst: Nach dem Sieg in Frankfurt sind die Schwäbisch Hall Unicorns praktisch durch – mit der Südmeisterschaft und dem Heimrecht in den Play-Offs in der Tasche. Daher ist der nie gefährdete 44:13-Heimsieg am Samstag gegen die Ingolstadt Dukes für die Haller nur eine Pflichtübung gewesen auf dem Weg in die Ausscheidungsspiele.

Drei Interceptions

Der ein oder andere Zuschauer mag sich an das furiose Punktfestival der beiden Teams im vergangenen Jahr erinnert haben, als die Haller Defense mit einer Reihe von Trickspielzügen der Dukes nicht zurechtgekommen ist (65:53 für Hall). Von der Klasse des Vorjahres sind die von Verletzungen geplagten Oberbayern aber ein ganzes Stück entfernt. Das Laufspiel an diesem Tag hat keine Aussicht auf Erfolg gegen die starke Laufverteidigung der Unicorns. Lediglich im Passspiel schafft es Quarterback Cedric Townsend, Ex der Allgäu Comets, mal einen Pass auf seine Reiceiver anzubringen. Allerdings wird der bewegliche Spielmacher auch des öfteren von der Haller Defense umhergescheucht, da die Unicorns mehrmals zu ihm durchbrechen können. So unter Druck, wirft Townsend drei Interceptions, die die Haller Cody Pastorino,  Niclas Merk und Christian Köppe abfangen.

Aber auch die Haller Offense zeigt insbesondere im ersten Abschnitt ihre Fähigkeiten. Im ersten Drive erzielt sie gleich den ersten Touchdown. Einen Pass von Halls Quarterback Marco Ehrenfried verwertet Receiver Nate Robitaille zum 7:0 (alle PAT Tim Stadelmayr). Der US-Amerikaner beschleunigt noch im ersten Quarter nach einem hohen Punt der Ingolstädter und beendet seinen Sprint erst wieder in der Endzone des Gegners (14:0).

Auch mit dem Laufspiel haben die Haller im Optima-Sportpark Erfolg. Runningback Danny Washington tankt sich aus sieben Yards zum dritten Touchdown durch. Sein Kollege auf der Runningback-Position, Maurice Schüle, darf aus einem Yard in die Endzone laufen, nachdem Receiver Tyler Rutenbeck im Spielzug zuvor nur knapp vor der Endzone gestoppt wird. Washington mit seinem zweiten Touchdown erhöht noch vor der Pause auf 34:0.

Wilsons Touchdown zählt nicht

Hälfte zwei beginnt mit einem vermeintlichen Highlight, als Cornerback Raheem Wilson einen Pass abfängt und zum Touchdown läuft. Jedoch kann der Defense-Spieler kurz darauf nicht jubeln, weil die Unicorns bei diesem Spielzug eine Strafe erhalten und der Touchdown nicht zählt.

Ingolstadt kommt erst im dritten Viertel zu seinen ersten Punkten, die jedoch sehenswert sind. Cedric Townsend findet Anthony Mella mit einem 43-Yards-Pass. Die prompte Haller Antwort folgt aber durch Marco Ehrenfried. Der Haller Quarterback schnappt sich ein Yard vor der Endzone selbst den Ball, zieht nach rechts weg und läuft ungestört zum 41:6.

Das letzte Viertel gehört dann der zweiten Garde der Unicorns. Ersatz-Quarterback James Slack wirft zwar eine Interception, führt aber das Team auch einmal nah an die Endzone. Kicker Tim Stadelmayr setzt mit einem 40-Yard-Fieldgoal den Schlusspunkt.

So spielten sie

Schwäbisch Hall Unicorns –
Ingolstadt Dukes

44:13

Punkte für Hall: Nathaniel Robitaille (12), Tim Stadelmayr (8), Danny Washington (12), Maurice Schüle (6) und Marco Ehrenfried (6)

Viertel: 14:0 / 20:0 / 7:6 / 3:7

Alle Punkte: Nathaniel Robitaille – 21-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)

14:0 – Nathaniel Robitaille – 60-Yard-Punt-Return (PAT Tim Stadelmayr)

21:0 – Danny Washington – 7-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

27:0 – Maurice Schüle – 1-Yard-Lauf (PAT missed)

34:0 – Danny Washington – 2-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

34:6 – Anthony Mella – 43-Yard-Pass von Cedric Townsend (PAT failed)

41:6 – Marco Ehrenfried – 1-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

41:13 – Ruben De Ruyter – 10-Yard-Pass von Cedric Townsend (PAT Pascal Crede)
44:13 – Tim Stadelmayr – 40-Yard-Fieldgoal

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