Football Hall gegen München Unicorns haben Respekt vor dem Munich-Cowboys-Quarterback

Im vergangenen Jahr empfangen die Unicorns die Cowboys zum ersten Heimspiel der Saison 2018. Tyler Rutenbeck entwischt seinem Münchner Gegenspieler, Hall gewinnt mit 48:7.

Axel Streich
Unicorns-Chefcoach Jordan  Neuman kann morgen im Optima-Sportpark gegen die Munich Cowboys personell nicht aus dem Vollen schöpfen.

Mit den Munich Cowboys kommt morgen, Samstag, das hinter den Düsseldorf Panther (GFL-Nord) zweitälteste Team der aktuellen GFL-Besetzung nach Schwäbisch Hall. Die Cowboys, die auch „The Grand Old Team of the South“ genannt werden, feiern in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum. Sie gehören zu den Gründungsvereinen der Football-Bundesliga (heute GFL) und spielten 37 der 40 Jahre in Deutschlands Football-Oberhaus. 1993 waren sie Deutscher Meister mit den Herren, 2005 und 2006 mit ihrem Damenteam.

Die Schwäbisch Hall Unicorns feiern bei den Ingolstadt Dukes einen 24:0-Erfolg. Das Wetter macht das Passspiel schwierig.

Am vergangenen Samstag lieferten die Urgesteine des deutschen Footballs zu Hause den spannendsten Saisonstart aller GFL-Teams ab. München lag gegen die Kirchdorf Wildcats im dritten Viertel bereits mit 20:7 in Führung, geriet dann aber noch vor dem letzten Seitenwechsel mit 20:27 in Rückstand. Vier Minuten vor Spielende erreichten die Cowboys das 27:27, das trotz noch folgender Fieldgoalversuche beider Teams bis zum Ende Bestand hatte.

Holley lobt seinen Quarterback

Münchens Cheftrainer Garren Holley freute sich nach diesem Spiel besonders über die Leistung seines neuen Quarterbacks Brady Bolles: „Er hat ein tolles Spiel gemacht und ist wahrscheinlich der Quarterback, der in den letzten drei Jahren am besten gestartet ist. Seine Qualität wird uns sehr weiterhelfen.“ Das passt zu der Einschätzung, die auch Halls Headcoach Jordan Neuman zu dem amerikanischen Spielmacher der Cowboys hat: „Bolles ist ein großartiger Quarterback. Er ist sehr schnell und beweglich auf den Beinen und dazu hat er einen enorm präzisen Wurfarm.“

Die Schwäbisch Hall Unicorns geben auf ihrer Superbowlparty einen Ausblick auf die kommende Saison.

Brady Bolles holte mit dem Divison-II-Team der Northwest Missouri State University mehrere Titel und war 2016 bei den Toronto Argonauts in der kanadischen Profiliga CFL unter Vertrag. Gegen Kirchdorf überzeugte er mit 455 Pass- und 81 Lauf-Yards und harmonierte dabei mit dem ebenfalls neuen Cowboys-Receiver Jaylen Zachery (17 Pässe für 234 Yards und drei Touchdowns) besonders gut. „Mit diesen zwei Spielern haben sich die Cowboys in der Offense klar gegenüber dem Vorjahr verbessert“, sagt Jordan Neuman.

Jordan Neuman hat aus dem 24:0-Auswärtserfolg der Unicorns in Ingolstadt am vergangenen Samstag seine Schlüsse gezogen: „Wir haben den Ball in der Offense gut bewegt, müssen aber effektiver beim Abschluss werden“, sagt der Haller Cheftrainer. „In der Defense brauchen wir noch mehr Druck auf dem Laufspiel. Die Rückraumverteidigung hat gegen die Dukes gut gespielt. Sie bekommt diese Woche mit Quarterback Brady Bolles im Zusammenspiel mit den starken Receivern Jaylen Zachary und Kai Silbermann aber eine schwierigere Aufgabe.“

Die Schwäbisch Hall Unicorns sind in der frühen Saison-Phase vom Verletzungspech verfolgt. In Ingolstadt mussten sie mit einem ausgedünnten Kader antreten und die Aussicht für den morgigen Samstag sieht nicht viel besser aus. „Wir haben noch viele Fragezeichen bezüglich der Einsatzmöglichkeiten verschiedener Spieler“, sagte Headcoach Jordan Neuman Mitte der Woche. „Ich hoffe bei einigen Jungs auf eine positive Entscheidung am Spieltag.“

Info Schwäbisch Hall Unicorns – ­Munich Cowboys, Samstag, 17 Uhr

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