Schwäbisch Hall Unicorns gewinnen locker ihren Test

Tyler Rutenbeck zieht mit dem Ball davon. Der Amerikaner trägt im Testspiel die Nummer 2, obwohl er normalerweise die 5 trägt. Einige Unicorns haben am Samstag mit einer anderen Nummer gespielt, da ihre Stammtrikots vom Ausrüster noch nicht geliefert wurden. Rechts mit der Nummer 9 läuft Neuzugang Christian Hafels.
Tyler Rutenbeck zieht mit dem Ball davon. Der Amerikaner trägt im Testspiel die Nummer 2, obwohl er normalerweise die 5 trägt. Einige Unicorns haben am Samstag mit einer anderen Nummer gespielt, da ihre Stammtrikots vom Ausrüster noch nicht geliefert wurden. Rechts mit der Nummer 9 läuft Neuzugang Christian Hafels. © Foto: Manfred Löffler
Schwäbisch Hall / Viktor Taschner 17.04.2018
Die Schwäbisch Hall Unicorns zeigen bei ihrem 35:7-Testspiel-Sieg gegen die Straubing Spiders eine ansprechende Frühform.

Die Begeisterung für die amtierenden deutschen Meister ist auch in der Winterpause nicht abgebrochen. Fast 1000 Zuschauer haben am Samstagnachmittag den Weg in den Optima-Sportpark gefunden, um die Schwäbisch Hall Unicorns bei ihrem einzigen Testspiel vor der GFL-Saison zu betrachten. 35:7 gewinnen die Haller gegen Straubing, dem Aufsteiger in die 2. Liga. „Das war ein guter Anfang für diese Saison“, resümierte Unicorns-Headcoach Jordan Neuman.

Gut verläuft der Tag aus Sicht der Unicorns, weil insbesondere in der zweiten Halbzeit die zweite, junge Garde viel Spielzeit bekommt. Die Nachwuchsspieler gestalten das Geschehen gegen den Zweitligisten ausgeglichen. Auch der neue Ersatzquarterback James Slack steht zum ersten Mal mit seinen neuen Mitspielern auf dem Feld. Der Engländer kam aus Nürnberg zu den Hallern. „Die zweite Garde kann noch nicht eingespielt sein. Da war noch etwas Sand im Getriebe. Deswegen war es gut, dass sie heute spielen konnten“, sagt Starting Quarterback Marco Ehrenfried.

Altbewährte Muster

Im ersten und zweiten Viertel dominieren die Unicorns aber ihre unterlegenen Gegner quasi nach Belieben, obwohl sie auf einige Stammspieler (Cody Pastorino, Devin Benton, Daniel McCray) an diesem Tag verzichten. Die zahlreichen Zuschauer sehen schon im Testspiel wieder altbewährte Unicorns-Muster. Ehrenfried bedient Receiver Aurieus Adegbesan mit einem hohen Pass in der Endzone, Danny Washington und Jerome Manyema tragen den Ball nach vorne und Tyler Rutenbeck und Nathaniel Robitaille wirbeln wieder mit ihrem Tempo die gegnerische Defense durcheinander. Cornerback Gerry Jäger verteilt harte Tackles, die den Straubinger Receiver ordentlich durchschütteln. Ansprechend verlaufen auch die Debüts für die Neuzugänge Christian Hafels, Alessandro Vergani, David Bada und Jannis Fiedler.

Pech für Stadelmayr

Keinen glücklichen Tag erlebt hingegen Kicker Tim Stadelmayr. Zwei Extrapunkte und ein 40-Yard-Fieldgoal verfehlen ihr Ziel. „Das geht natürlich nicht. Aber Tim hat letzte Saison bewiesen, dass er es kann. Wir haben hundertprozentiges Vertrauen in ihn“, sagt Headcoach Neuman.

In den vergangenen Jahren liefen die Unicorns nach den verlorenen Finals ihrem Titeltraum hinterher. Nun gehen sie als Titelverteidiger in die Saison, die in zwei Wochen beginnt. „Die Motivation ist höher als im Vorjahr“, verspricht Neuman. „Es ist noch viel Hunger da. Wenn man einmal da oben war, will man dieses Gefühl wieder erleben. Wir haben auch viele Neuzugänge, die noch nicht Meister waren. Das pusht uns auch“, führt Marco Ehrenfried aus.

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