Schach SK Schwäbisch Hall: Toller Auftakt für den Schach-Meister

Der Neuzugang lächelt in die Kamera: Die spanische Meisterin Sabrina Vega Gutierrez (rechts) spielt am vergangenen Wochenende erstmals für den SK Schwäbisch Hall.
Der Neuzugang lächelt in die Kamera: Die spanische Meisterin Sabrina Vega Gutierrez (rechts) spielt am vergangenen Wochenende erstmals für den SK Schwäbisch Hall. © Foto: Thomas Marschner
Bad Königshofen / Thomas Marschner 20.11.2017
Die Frauen des SK Schwäbisch Hall starten ihre Mission Titelverteidigung mit zwei Siegen in der Bundesliga.

Nachdem es gegen den SC Bad Königshofen in den vergangenen Jahren immer äußerst knapp für die Hallerinnen war, gab es diesmal zum Saisonauftakt einen sicheren 4:2-Sieg gegen den Vorjahresdritten, der am vergangenen Wochenende Gastgeber war.

Lela Javakhishvili, obwohl stark erkältet, sorgte gegen die deutsche Meisterin Jana Schneider für die 1-0 Führung. Sie konterte ihre ungestüm am Königsflügel angreifende Gegnerin cool am anderen Flügel aus und gewann. Weitere Siege gelangen Alina Kashlinskaya und bei ihrem Debüt für Schwäbisch Hall der spanischen Meisterin Sabrina Vega Gutierrez. Die Entscheidung schaffte am Spitzenbrett Nino Batsiashvili, die ihre klar schlechtere Stellung gegen die Weltranglisten-11. Valentina Gunina ins Remis rettete. Schnell hatte Batsiashvili einen Bauern weniger. Das brachte nicht den erwünschten Tempoeffekt. Das Remis kam selbst für ihre Teamkollegin Alina Kashlinskaya überraschend. Diese betrachtete die Stellung auf dem Brett als „totally losing“, also komplett verloren an. Ebenfalls remis endete die Partie von Ekaterina Atalik an Brett 2 gegen die Weltranglisten-16. Olga Girya. Dabei hatte Atatlik zwar den Vorteil, im Endspiel einen Bauern mehr zu besitzen, doch die Stellung war so verfahren, dass sie ins Remis einwilligen musste.

Anastasia Savina konnte für Bad Königshofen an Brett 6 gegen Sophie Milliet nur noch zum 4:2-Endstand verkürzen. Im vierten Anlauf schaffte sie nach einigen unglücklichen Niederlagen den ersten Sieg gegen Schwäbisch Hall.

Bis zu 600 Elo Unterschied

Am Tag darauf gab es ein glattes 6:0 gegen den krassen Außenseiter aus Hofheim, Aufsteiger aus der 2. Liga. Der Unterschied von bis zu 600 Elopunkten an manchen Brettern war einfach zu groß, um die Schwäbisch Haller Spielerinnen zu gefährden.

Damit steht Schwäbisch Hall in der Spitzengruppe der Liga gemeinsam mit den ebenso verlustpunktfreien Mannschaften aus Baden-Baden und Hamburg, letztere mit einem Spiel mehr. Der aktuelle Tabellenplatz 6 hat wenig Aussagekraft, da einige Teams erst zwei, andere bereits drei Partien absolviert haben. Alles deutet auf einen erneuten Zweikampf zwischen der OSG Baden-Baden und dem SK Schwäbisch Hall hin, der vielleicht erst am letzten Spieltag beim direkten Aufeinandertreffen am 25. März in Schwäbisch Hall entschieden wird. Hamburg ist zwar momentan Erster, die dicken Brocken kommen aber noch.

Weiter geht es in der Bundesliga der Frauen eine Woche vor Weihnachten in Deizisau. Dort stehen gleich drei Spiele auf dem Programm: zunächst geht es gegen die Schachfreunde Deizisau und danach noch gegen den SK Lehrte und Medizin Erfurt.

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