Gold für Schwingenschlögl Bühlertanner gewinnt Gold bei Enduro-Team-WM

Nico Schwingenschlögl bei einer Wasserdurchfahrt in Chile.
Nico Schwingenschlögl bei einer Wasserdurchfahrt in Chile. © Foto: Boezerooysport
Bühlertann / kschw 06.12.2018
Nico Schwingenschlögl aus Bühlertann gewinnt Gold bei der der Enduro-Team-WM in Chile. Er ist zum Teil schneller unterwegs als die Profis.

Die Six-Days-Enduro-Team-Weltmeisterschaft ist die größte Veranstaltung für Enduro-Fahrer weltweit. 2018 fand diese Veranstaltung in Chile, Vina Del Mare, statt. 650 Fahrer aus 30 Ländern waren am Start. Mit dabei für ein deutsches Clubteam war Nico Schwingenschlögl vom MSV Bühlertann.

Die höchste Auszeichnung bei den Six Days in der Einzelfahrer-Wertung sind Gold, Silber und Bronze. Das Rennen ging über sechs Tage mit täglich etwa 300 Kilometern Distanz, davon sechs Sonderprüfungen (MX/Enduro, Tests).

Die Fahrer fuhren insgesamt rund acht Stunden pro Tag. Jeden Abend kamen 15 Minuten für Service am Motorrad ohne fremde Hilfe hinzu. Das Bike musste im Anschluss in den „Parc Ferme“, einen abgesperrten und bewachten Platz, ohne Zutritt bis zum nächsten Morgen für den nächsten Start.

Kein Honiglecken

Neben den Trophy-Fahrern, die fast ausschließlich aus Werksfahrern & MX/Enduro-Profis bestehen, gehen jedes Jahr die sogennanten Club-Mannschaften aus etwa 30 Ländern, bestehend aus jeweils drei Fahrern, an den Start. Für diese ist es eine einmalige Gelegenheit sich mit den Profis zu messen. Im chilenischen Vina Del Mare waren 106 Club-Teams dabei.

Da bei den Trophy-Mannschaften jeweils nur vier Fahrer pro Land in deren Mannschaft gesetzt werden dürfen, sind auch in den Club-Mannschaften Profis mit bekannten Namen zu finden. Das bedeutet kein Honiglecken für „echte“ Privatfahrer wie den Bühlertanner Nico Schwingenschlögl.

Er startete für den Deutschen Motorsport Bund im Team DMSB#1 mit seinen Partnern Robin Graube und Florian Ebener.Vom ersten Tag an waren die drei das schnellste deutsche Club-Team. Der Bühlertanner war zudem während der gesamten Veranstaltung bei allen Sonderprüfungen immer der schnellste deutsche Club-Fahrer – des öfteren auch schneller als so mancher Fahrer der Trophy-Teams, also den Profis.

Nico Schwingenschlögl gewann aufgrund seiner starken Zeiten Gold in der Einzelfahrer-Wertung. Er war bester deutscher Club-Team-Fahrer. Mit seiner Mannschaft belegte er Rang 17 von 106 Teams. Damit war sein Team auch die beste deutsche Mannschaft. In seiner Klasse (180 Fahrer) belegte Schwingenschlögl Rang 18, in der Gesamtwertung (318 Fahrer) Platz 32.

Info Alle Ergebnisse und weitere Bilder gibt es unter www.isde2018.com

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