Neuhütten / Viktor Taschner  Uhr
Vor 100 lautstarken Zuschauern in Neuhütten hat sich die RG Schwäbisch Hall/Wüstenrot ein 20:20-Remis gegen den SV Fellbach erkämpft.

Wir sind hoch zufrieden mit dem Ergebnis“, bilanziert ASV-Trainer Woldemar Wolf am Samstagabend. Kurz zuvor hat die RG Schwäbisch Hall/Wüstenrot ein 20:20 gegen den Tabellenzweiten SV Fellberg erkämpft. Schon in der Vorrunde trennten sich die Teams mit dem exakt gleichen Endstand.

Die RG erwischt eine guten Start. Mirco Rodemich (57 kg, griechisch-römisch) schultert seinen Gegner Abdul Samed Özdemir nach eineinhalb Minuten. Im zweiten Kampf liefern sich Daniel Dietrich und der Fellbacher Halilibrahim Eser (130 kg, Freistil) ein ausgeglichenes Duell. Nach 2:30 Minuten setzt der schnellere Dietrich zu einem Wurf an und überrascht seinen Kontrahenten, der mit beiden Schulterblättern auf die Matte fällt. Dietrich lässt seinen Gefühlen nach diesem Kampf auf Haken und Ösen freien Lauf und schreit seine Freude heraus. Die meisten der 100 Zuschauer in der Neuhüttener Burgfriedenhalle erheben sich von den Turnbänken, klatschen und jubeln, während Dietrich die Glückwünsche seiner Mannschaftskollegen entgegennimmt.

Khrabrov wie gewohnt souverän

Viel weniger Mühe hat der überragende Yury Khrabrov (66 kg, gr.-röm.). Der ehemalige weißrussische Nationalringer in Diensten der Haller macht kurzen Prozess mit Artur Juninger: Schultersieg nach 30 Sekunden – wie so oft in dieser Saison. Mannschaftskollege Alpay Yalcin (kampfloser Sieg in 61 kg) umschreibt es mit einem Augenzwinkern so: „In der Berufswelt würde man sagen: Der Yury ist überqualifiziert.“

Nach der 16:4-Pausenführung der Haller schlagen die Fellbacher zurück. Der junge Dimitry Wagner (66 kg, Freistil) wird vom Fellbacher Murtuz Magomedov geschultert, genauso ergeht es RG-Kämpfer Tim Schumacher (86 kg, Freistil) gegen Dimitar Kasov. Der afghanische Flüchtling Hozhabr Zekarat, der in Wüstenrot lebt, wehrt sich gegen Moritz-Niklas Wahl, muss sich aber nach 4:40 Minuten wegen technischer Überlegenheit des Gegners geschlagen geben.

Enttäuschend läuft der Abend für Waldemar Eremeev (86 kg, gr.-röm.) der nach 32 Sekunden von Aron Heumann geschultert wird. Der Druck lastete im letzten Kampf auf Aaron Heib, denn Fellbach lag mit 20:16 vorne. Doch Heib, immer wieder vom frenetischen Publikum nach vorne gepeitscht, gelingt ein Sieg nach technischer Überlegenheit, was den 20:20-Endstand bedeutete.

„Die Ausgeglichenheit ist unsere Stärke“, meint Trainer Woldemar Wolf. Die RG liefert in dieser Saison eine starke Vorstellung ab und ist in der Landesliga-Tabelle auf Platz 4. Wenn die Youngster wie Mirco Rodemich oder Dimitry Wagner weiter gut arbeiten, werde das Team in Zukunft noch besser werden.