Fechten Julika Funke siegt beim Heimturnier

Vereinspräsident Professor Harald Unkelbach, Lisa Gette, Julika Funke, Madeleine Becker, Anna-Lena Bürkert und Trainer Vadym Shturbabin freuen sich über die guten Ergebnisse des FC Würth Künzelsau beim Hohenlohe-Cup.
Vereinspräsident Professor Harald Unkelbach, Lisa Gette, Julika Funke, Madeleine Becker, Anna-Lena Bürkert und Trainer Vadym Shturbabin freuen sich über die guten Ergebnisse des FC Würth Künzelsau beim Hohenlohe-Cup. © Foto: privat
Künzelsau / Dominik Behr 02.11.2018
Julika Funke aus Rosengarten gewinnt in Künzelsau den Hohenlohe-Cup. Es ist das zweite nationale Ranglistenturnier der U 20-Säbelfechterinnen.

Die Nummer 4 und die Nummer 8 der U-20-Welt­rangliste stehen sich gegenüber. Es ist ein knappes Gefecht. Nach einem Fünf-Punkte-Rückstand kommt die Dormagenerin Larissa Eifler noch mal bis auf einen Punkt zum 13:14 an Julika Funke vom FC Würth Künzelsau heran. Es folgt ein langer Angriff, den Funke geschickt abwehrt und den entscheidenden Siegtreffer zum 15:13 setzt. Diese Szene fand nicht etwa bei der Junioren-Weltmeisterschaft der Säbelfechterinnen statt, sondern in der Freien Schule Anne-Sophie in Künzelsau. Deutschlands beste Nachwuchsfechter trafen sich dort unter internationaler Beteiligung zum zweiten nationalen Ranglistenturnier der laufenden Saison.

Für die Gastgeber gab es noch mehr Grund zum Jubeln: Neben Funke schafften es auch Lisa Gette und Madeleine Becker aufs Podest und freuten sich über den dritten Platz. „Natürlich ist das ein schönes Ergebnis, es spiegelt aber auch den derzeitigen Stand in Deutschland wider“, sagt der Künzelsauer Sportdirektor Dominik Behr. In der deutschen Rangliste liegt das Künzelsauer Quartett auf den Plätzen 2 (Julika Funke), 3 (Lisa Gette), 4 (Madeleine Becker) und 6 (Anna-Lena Bürkert). Vienna Stapf, die am Wochenende auf Platz 11 landete, folgt zudem auf Rang 9.

Neben den jungen Frauen traten auch die Junioren an. Dort setzte sich der Belgier Arne de Ridder gegen Stefan Friedhelm durch. Der gebürtige Schweizer, der mittlerweile für den TSV Bayer Dormagen startet, ging bis 2017 noch für Künzelsau auf die Planche und führte im Finale bereits mit 11:5. Anschließend glich de Ridder mit sehenswerten Aktionen noch zum 14:14 aus und setzte den entscheidenden Treffer zum Sieg. Platz 3 teilten sich im Männerwettkampf die beiden Dormagener Leon Schlaffer und Bas Wennemar. „Bei den Jungs haben wir aktuell keinen Sportler in der Junioren-Altersklasse, der leistungssportlich trainiert“, so Behr. Insgesamt sieht der Sportdirektor den Wettkampf aber sowieso als Vorbereitung für internationale Aufgaben: „Unsere Mädchen haben sehr gut gefochten. Wir hoffen, dass sie den Schwung für die Weltcup-Saison mitnehmen können.“

Das erste wichtige Turnier mit Top-Fechtern aus der ganzen Welt ist am 9. und 10. November. Dann kämpfen Funke, Gette, Becker und Bürkert im französischen Orléans um Weltranglistenpunkte in der Aktivenklasse.

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