Leichtathletik Höhenflug in der Halle

Stabhochspringerin Nicole Butz überquert die Latte. Die Sportlerin der WGL Hall hat bei den süddeutschen Hallenmeisterschaften im Sindelfinger Glaspalast die Bronzemedaille gewonnen.
Stabhochspringerin Nicole Butz überquert die Latte. Die Sportlerin der WGL Hall hat bei den süddeutschen Hallenmeisterschaften im Sindelfinger Glaspalast die Bronzemedaille gewonnen. © Foto: Heinz Comi
Schwäbisch Hall / Heinz Comi/Viktor Taschner 14.02.2018

Es ist nicht ganz so einfach und deshalb umso erfreulicher, bei süddeutschen Meisterschaften eine Medaille zu gewinnen. Den Leichtathleten der WGL Schwäbisch Hall gelang dies am vergangenen Wochenende bei den süddeutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen mit zwei Bronzemedaillen. Seit der Gründung der WGL (Wettkampfgemeinschaft Leichtathletik) im Jahr 1970 wurden erst 14 Bronzemedaillen von WGL-Athleten erkämpft.

Obwohl Stabhochspringerin Nicole Butz (WGL/Post-SG) bereits mehrfach auf süddeutscher Ebene erfolgreich war, freute sie sich über den dritten Platz  in Sindelfingen besonders, war es doch ihre erste Medaille bei den Frauen. Zwar fehlte ihr einen Tag nach ihrem 20. Geburtstag die Leichtigkeit der baden-württembergischen Meisterschaften (3,70 Meter), doch mit 3,60 Metern und der Medaille war man im Hause Butz sehr zufrieden. Da es für die U-20-Athleten keine eigenen Hallenmeisterschaften gibt, startete die 18-jährige Manuela Herr (WGL/Post-SG) in Sindelfingen ebenfalls in der Frauenklasse, wo sie mit 3,20 Metern den sechsten Platz belegte.

Härtere Stäbe

Mit der U-18-Stabhochspringerin Stella Rubrech (WGL/Post-SG) hat Erfolgstrainer Jochen Eberhart eine weitere Kandidatin mit Anspruch auf Edelmetall. Dies stellte sie in Sindelfingen eindrucksvoll unter Beweis. Beeindruckt war Trainer Eberhart besonders von der Entschlossenheit, mit der die 16-Jährige ohne Zögern während des Wettkampfes auf immer härtere Stäbe umstieg und dabei ihre Aufgabe gut löste. So war niemand überrascht, dass sie ihre persönliche Bestleistung um 10 Zentimeter im dritten Versuch auf 3,50 Meter steigern konnte. Dies war, höhengleich mit dem zweiten Platz, ihre erste Bronzemedaille auf süddeutscher Ebene und der derzeitige Platz 7 in der deutschen Hallenbestenliste U 18.

Stella Rubrech kommt der deutschen Spitze damit immer näher. Wenn man den Worten von Jochen Eberhart („Wenn wir einen Versuch mehr gehabt hätten…“) glauben darf, ist damit bereits bei den nächsten Wettkämpfen zu rechnen.

Döring leicht verletzt

Ebenfalls in Sindelfingen am Start war Christian Döring von der TSG Schwäbisch Hall. Der 800-Meter-Läufer hatte sich aufgrund der geringen Teilnehmerzahl direkt für das Finale qualifiziert. Dort erreichte er nur eine Zeit von 2:02:61 Minuten, was mehrere Sekunden über seiner eigenen Bestzeit liegt. „Ich hatte mir am vergangenen Donnerstag beim Training den Oberschenkel leicht gezerrt“, erzählt Döring. Bis zum Wettkampf in Sindelfingen sei der Schmerz fast weg gewesen, deswegen habe er die 800 Meter in Angriff genommen. Es sei zudem sowieso der letzte Hallenwettkampf in diesem Jahr für ihn gewesen. „Ich habe während des Rennens wegen der Verletzung aber eine Schonhaltung eingenommen, weshalb am Ende nicht alles rund lief“, erklärt der TSG-Athlet. Döring gibt aber zu, dass eine Zeit von 1:53:92, die der Drittplatzierte erreicht hat, für ihn auch in einer Top-Verfassung schwierig geworden wäre. Mit dem Training möchte Döring, der zurzeit in München lebt, nicht aussetzen. An Ostern steht ein Trainingslager in Italien an. Die Freiluftsaison beginnt für ihn Anfang Mai.

Ebenfalls für die TSG Schwäbisch Hall ist Keesha Polk an den Start gegangen. Die U-18-Sprinterin aus Untermünkheim hat sich der Konkurrenz beim 60-Meter-Hürdenlauf gestellt. In ihrem Vorlauf kam Polk nach 8,90 Sekunden ins Ziel, was für das A-Finale reichte. Im Endlauf war sie mit 8,91 Sekunden einen Tick langsamer, was am Ende Platz 5 bedeutete.