Der RFV Rot am See zieht nach zwei Turnieren an den vergangenen beiden Wochenenden auf der Musdorfer Reitanlage eine positive Bilanz für den Pferdesport in Hohenlohe. Dies schreibt der Verein.

Lokalmatador Carlo Beisswenger bewies mit dem Doppelsieg am ersten Aprilwochenende in der Springprüfung Klasse M** (1,40 Meter) seine Stärke. In der anspruchsvollsten Prüfung dieses Wochenendes siegte er auf der 14-jährigen Zangersheider Stute „Carisma“. Auch mit dem zweitplatzierten 13-jährigen Westfalen-Wallach „Quintus“ war er über drei Sekunden schneller als Barbara Steurer-Collee (TV Alpirsbach-Rötenbach). Die siebenmalige baden-württembergische Meisterin, deutsche Meisterin und Nationenpreis-Siegerin belegte auf „BigBoy“ und „Carissima“ den dritten und vierten Platz.

Auch am zweiten Wochenende dominierte in den schweren Prüfungen ein in der Region altbekanntes Paar. Tabea Lausenmeyer (RFV Frankenhardt) wiederholte auf der elfjährigen Württemberger-Stute „Chuanita“ ihre starke Vorstellung von 2016. Die beiden siegten sowohl in der Springprüfung Klasse M** als auch beim Höhepunkt der beiden Wochenenden, der Springprüfung der Klasse S* (1,45 Meter).

Viele Nachmeldungen

Zur Freude des RFV Rot am See war die Resonanz an spontanen Anmeldungen nochmals deutlich höher als erwartet. Die Springprüfung Klasse S* mit knapp 20 Startern begann erst mit zwei Stunden Verzögerung.

Am Ende setzte sich Lausenmeyer mit knapp zwei Sekunden Vorsprung vor der russischen Reiterin Olga Chechina durch. Chechina belegte auf der erst neunjährigen irischen Stute „Arraghbeg Clover“ den Zweiten sowie auf dem 14-jährigen holländischen Wallach „Wembley R“ den dritten Platz. Der Crailsheimer Martin Fundis von den PF Saurach belegte auf dem zehnjährigen Westfalen-Wallach „Pepe S“ mit knapp vier Sekunden Rückstand auf die Siegerin den fünften Platz.

Hohenloher Doppel

Turnierorganisator Dr. Volker Hollenbach zeigte sich stolz über die Erfolge der Hohenloher Reiter in der starken Konkurrenz: „Die auf Gut Weihersmühle trainierende Olga Chechina hat sich einen Olympiastart für Russland zum Ziel gesetzt. Barbara Steurer-Collee hat auf etlichen Nationenpreisen Deutschland international vertreten. Uns freut es, immer wieder solche hochkarätigen Sportler dem Publikum in Hohenlohe präsentieren zu können“, sagte Hollenbach. Dass unter dieser Konkurrenz die heimischen Reiter regelmäßig Siege und Platzierungen erreichen, zeige, dass der Hohenloher Pferde­sport gut dastehe.

 Das siegreiche Damen-Duo des S*-Springens stammt komplett aus Hohenlohe. Lausenmeyers 2006 geborene Württemberger-Stute „Chuanita“, die von Paul Schockemöhles erfolgreichem Deck-Hengst „Chacco Blue“ abstammt, steht auch heute noch im Besitz ihres Züchters Rudolf Kühnle aus Frankenhardt.