Es ist auf der Webseite des AFVD keine große Meldung, doch sie bringt Unicorns-Headcoach Jordan Neuman in Wallung. Es geht um eine Änderung der Bundesspielordnung, die zum Jahresbeginn veröffentlicht wurde und ab der Saison 2019 gilt. Die Wechselfrist wurde um einen Monat verlängert. Ab sofort können Spieler nicht mehr bis zum 30. Juni, sondern bis zum 31. Juli noch den Verein wechseln. Weiter heißt es: „Gleichzeitig besteht nunmehr die Möglichkeit, für Wechsel aus dem europäischen Ausland in den deutschen Spielbetrieb die Wechselsperre von fünf Spielen entfallen zu lassen.“

Der Verband schreibt, er habe damit dem Wunsch der Bundesligisten entsprochen. Diese erhoffen sich dadurch Einsparmöglichkeiten, da sie so nicht mehr bei der Verletzung eines Leistungsträgers Ersatz aus den USA holen müssen. Offensichtlich gehörten die Unicorns nicht zu den Befürworten der neuen Regel. „Ende Juli sind die Spielzeiten in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien vorbei.“ Also von den Ligen, die zumindest in die Nähe des deutschen Niveaus kommen. „Das heißt, dass nun viele Spieler von dort zu deutschen Vereinen wechseln können und keine Spielsperre mehr erhalten.“ Das führe dazu, so Neuman, weiter, dass sich die Kader stark verändern können. Zwar ist die Zahl der internationalen Wechsel auf zehn pro Verein begrenzt, doch wer sich am Anfang der Saison zurückgehalten hat, der kann ordentlich nachlegen. „Ich finde das absolut nicht gut“, meint Neuman. Endgültige Kader sollten frühzeitiger zusammengestellt werden.

Ob viele Vereine davon Gebrauch machen werden? Vieles spricht dafür, da es ab August für die meisten noch um das Erreichen der Playoff-Plätze gehen wird. Und da holt man sich gerne Verstärkung, um die Ausscheidungsspiele doch noch zu erreichen.

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