Dritter Wettkampf, drittes Gold: Stella Rubrech von der WGL Schwäbisch Hall ist perfekt durch die bisherige Hallensaison gekommen: Sie wurde baden-württembergische Meisterin der Altersklassen U 18 und U 20 und holte sich nun auch den süddeutschen Titel in der Klasse U 18. Mit 3,95 Metern sprang sie dabei so hoch wie bislang noch nie und nähert sich weiter der 4-Meter-Marke an.

„Ich bin sicher nicht in dem Bewusstsein nach Frankfurt gefahren, dass ich Gold holen werde“, berichtet Stella Rubrech. Dass sie gute Chancen auf eine Medaille hatte, wusste sie, da eine ihrer großen Konkurrentinnen, Sarah Vogel, verletzt passen musste.

Das Einspringen verlief nach Ansicht ihres Trainers Jochen Eberhart gut. Das setzte sich im Wettkampf fort. Über 3,40 Meter, 3,50 Meter, 3,65 Meter und 3,80 Meter sprang Stella Rubrech jeweils im ersten Versuch. Damit war ihr der Titel sicher, da die zweitbeste Springerin, Jacque­line Hamann vom VfL Sindelfingen, bei 3,65 Metern ihren letzten gültigen Versuch hatte.

„Da ich schon zweimal 3,90 Meter gesprungen war, entschieden wir uns, die Latte auf 3,95 Meter zu legen“, berichtet Rubrech. Und auch diese Höhe nahm sie im ersten Versuch. „Sie ist diesmal auch technisch besser gesprungen“, meint Trainer Jochen Eberhart. „Im Anschluss hatte sie über 4,01 Meter einen Versuch, bei dem sie im Anlauf sehr schnell war. Da hat sie aber den Einstich nicht hinbekommen.“ Doch wenn sie diese Anlaufgeschwindigkeit immer erreiche, werde sie noch höher springen können, ist sich der Trainer sicher. Stella Rubrech hat auch die 4-Meter-Marke im Visier. Sie bereitet sich nun auf die deutschen Meisterschaften vor, die am 23./24. Februar in Sindelfingen stattfinden.

In Frankfurt mit dabei war auch Nicole Butz. Sie startete im Stabhochsprung der Frauen, belegte mit 3,60 Metern Rang 4. „Sie ist hart im Nehmen“, meint Trainer Jochen Eberhart. „Zwei Tage vor dem Wettkampf hatte sie eine schmerzende Ausbuchtung an der Leiste, womöglich ein Leistenbruch. Doch der Arzt konnte nichts erkennen und gab grünes Licht. Unter Schmerzen hat sie das Maximum herausgeholt.“

Mit Alina Etzel stellte die WGL eine dritte Teilnehmerin. Sie belegte mit 1,60 Metern im U-18-Hochsprung Rang 9. „Bei den Landesmeisterschaften war sie 1,64 Meter gesprungen. Damit war ich sehr zufrieden, da ihre Bestmarke 1,67 Meter ist“, berichtet ihr Trainer Andreas Morbitzer. „Sie hat noch nicht so viel Wettbewerbserfahrung sammeln können, aber die Perspektiven sind gut.“