Schwäbisch Hall Unicorns zum achten Mal in Folge GFL-Süd-Meister

Schwäbisch Hall / Hartmut Ruffer 20.08.2018
Dank eines 65:23-Erfolgs gegen die Allgäu Comets sichern sich die Unicorns den Titel in der Süd-Gruppe der GFL. Es ist der achte Titel in Folge.

Die Allgäu Comets sind der genau der richtige Gegner für die Unicorns, um deren achten Süd-Titel in Folge perfekt zu machen. Schon in Kempten erzielen die Haller 55 Punkte, nun setzten sie im Rückspiel noch einen drauf: 65 Punkte, so viele wie noch nie in dieser Saison, stehen auf der Anzeigetafel. Die Gäste kommen auf 23, was die Zuschauer nicht stört. Nur die Coaches werden an dem einen oder anderen Spielzug etwas auszusetzen haben. Das trübt aber das Gesamtbild nicht: Die Unicorns untermauern ihre Vormachtstellung in der Süd-Division der German Football League (GFL).

„Für manche ist es tatsächlich der achte oder gar neunte Süd-Titel“, resümiert Head Coach Jordan Neuman, „aber für viele ist es der erste.“ Das sei etwas Besonderes. Neuman will nicht den Eindruck erwecken, dass ein solcher Titel Gewohnheitsrecht wird. „Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger“, ist er der Meinung. Seinen Spielern ruft er nach der Partie zu: „It’s only the beginning“ Es soll der Start sein, zu dem was noch kommt: Playoffs, German Bowl. Die Titelverteidigung in Berlin ist das große Ziel der Schwäbisch Hall Unicorns.

Starke Special Teams

Dass die Zuschauer bei sommerlichen Temperaturen gut unterhalten werden, liegt auch an Nate Robitaille. Der US-Amerikaner ist allein für fünf Touchdowns verantwortlich. „In den USA ist mir das schon mal gelungen, in der GFL bislang noch nicht“, meint der 25-Jährige. Gleich zweimal trägt er einen Kickoff der Comets direkt in deren Endzone zurück. Die Unicorns sind in diesem Jahr auch bei den so genannten „Special Teams“ eine Macht. „Thomas Bauer kümmert sich um die Kickoff-Returns, David Zeller um die Kick offs. Beide machen hervorragende Arbeit. Und die Spieler haben verstanden, dass diese Special Teams enorm wichtig sind“, verteilt Head Coach Jordan Neuman Sonderlob.

Comets mit gutem Laufspiel

Die Kemptener stehen mehrmals machtlos den Hallern gegenüber. Head Coach Hesham Khalifa ärgert sich über die fünf Scores, die Hall mit den Special Teams erzielt hat, erkennt aber sonst neidlos die Niederlage an. Dabei hat sein Team phasenweise gezeigt, dass es zu den besseren Vertretern der Süd-Vereine gehört. Mitte des zweiten Viertels bewegen sie gut den Ball übers Feld, narren dabei gleich mehrfach hintereinander die Haller Verteidigung mit Laufspielzügen. Die steht zu diesem Zeitpunkt schon vergleichsweise lange auf dem Feld, weil die Haller Offense in ihren Spielzügen kurzen Prozess macht.

Kurz vor der Pause gönnt sich dann auch die Angriffsformation der Unicorns eine kleine Auszeit, als Quarterback Marco Ehrenfried unter Druck eine Interception wirft, die in der Folge zum zweiten Touchdown der Comets führt. Das wurmt die Offense so, dass sie nach dem Kickoff der Comets in weniger als einer Minute über drei Viertel des Feldes marschiert und Nate Robitaille seinen vierten Touchdown erzielt.

Nach dem Wechsel wird es für die Comets bitter: Zunächst trägt Robitaille den Eröffnungskick in die Endzone der Kemptener zurück, dann erhöht Maurice Schüle und kurz darauf fängt Raheem Wilson einen Pass von Quarterback Justin Sottilaire ab und läuft damit zum nächsten Touchdown.

Großen Applaus erhalten James Slack und Andre Feuerherdt. Der englische Ersatz-Quarterback der Unicorns Slack bedient mit einem langen Pass den Neuzugang, der unter großem Jubel der Mitspieler zum Touchdown läuft.

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