Basketball Haller Flyers schlagen Spitzenreiter

Harald Debelka steigt elegant zum Korbleger hoch. Die Schwäbisch Hall Flyers gewinnen das Spitzenspiel gegen Tabellenführer USC Heidelberg 86:77. 
Harald Debelka steigt elegant zum Korbleger hoch. Die Schwäbisch Hall Flyers gewinnen das Spitzenspiel gegen Tabellenführer USC Heidelberg 86:77.  © Foto: Rolf Müller
Schwäbisch Hall / Viktor Taschner 04.02.2019
Nach einem 86:77-Sieg gegen den Tabellenführer Heidelberg mischen die Schwäbisch Hall Flyers kräftig mit im Meisterschaftskampf.

Den Tabellenführer geschlagen, eine sehr gute Leistung abgeliefert und den verdienten Applaus der rund 100 Zuschauer abgeholt: Die Schwäbisch Hall Flyers lassen sich zurecht nach dem 86:77 gegen den USC Heidelberg in der Hagenbachhalle feiern. Die Basketballer der TSG Hall fügen dem Gast aus der Universitätsstadt die erst zweite Saisonniederlage zu. So haben die Haller nur noch zwei Siege Rückstand auf den Spitzenreiter. „Bei einer Niederlage von uns wären wir aus dem Spitzenrennen weg gewesen. So sind wir fett dabei“, sagt Halls Head Coach Sova Taletovic.

Der Flyers-Trainer hat nach dem Spiel gut lachen. Niemand in der Liga hätte es erwartet, dass seine Mannschaft die Heidelberger schlägt. „Unsere Leistung in Ulm war vielleicht die beste der Saison, aber auch heute waren wir sehr stark. Alle waren top, aber vor allem Sergi war überragend“, verteilt der Bosnier ein Sonderlob. Der Spanier ist gegen Heidelberg der Topscorer der Flyers mit 27 Punkten. Zehn seiner elf Freiwurfversuche landen im Korb, auch am Brett trifft Coll oft nach Anspiel von Dalibor Cevriz. Der Slowene wird vom Gegner aggressiv gedeckt. Weil er den Druck der Verteidiger auf sich zieht, nutzt der Haller Kapitän ein ums andere Mal die Gelegenheit, seine Mitspieler in Szene zu setzen. „Er hatte heute bestimmt 15 Assists“, erklärt Taletovic.

Sicherer Ballvortrag

Von Anfang an entwickelt sich ein temporeiches und intensives Regionalliga-Spiel. Den besseren Start erwischen die Hausherren, die 8:4 nach zweieinhalb Minuten führen. Die Heidelberger versuchen mit einer Halbfeldpresse Ballverluste zu erzwingen. Aber die Flyers tappen nicht in die Falle und tragen den Ball sicher nach vorne. Trotzdem kommen die Gäste wieder heran, weil sie in der Offensive etwas besser treffen oder im Rebound ihre Längenvorteile ausnutzen. Mit 18:18 geht das erste Viertel zu Ende. Im zweiten Abschnitt stellen die Haller die Defense auf Zonenverteidigung um und ziehen diese Taktik bis zum Schluss durch. Die Heidelberger haben es so schwerer, zum Korb zu dribbeln und müssen öfter von außen werfen. Hall kann sich Mitte des zweiten Viertels mit 32:26 leicht absetzen. In der Schlussphase des Abschnitts lassen sie aber leichte Würfe aus, was den Gegner wieder ins Spiel bringt. Zur Halbzeit liegen die Flyers sogar 33:36 zurück. „In der ersten Halbzeit war es teilweise noch wackelig“, gibt Head Coach Taletovic zu.

Nach der Pause schaffen es die Haller aber, sich Vorteile zu erarbeiten. In der Defense zwingen die Flyers ihren Gegner immer wieder zu schwierigen Würfen von außen. Die Heidelberger leisten sich mehr Foulspiele, wodurch die Haller öfter als ihre Kontrahenten von der Freiwurflinie punkten können. Drei Dreier von Ivo Garic, Semir Gudzevic und Dalibor Cevriz machen aus einem 44:44 ein 53:47. Diesen Sechs-Punkte-Vorsprung nehmen die Flyers mit ins letzte Viertel (59:53).

Auf die Flyers wartet das nächste Topspiel

Auch im Schlussdurchgang lassen die Gastgeber nicht nach. Die Haller haben weiterhin die etwas bessere Trefferquote. Aber insbesondere in der Verteidigung zeigen die Flyers eine aufmerksame Vorstellung. Die knappe Führung der Gastgeber schmilzt auch in der Schlussphase nicht. 30 Sekunden vor Schluss steckt Dalibor Cevriz den Ball auf Jozef La Rosa durch, der den Korb macht und dabei noch gefoult wird. La Rosa trifft den Freiwurf zum 81:74. Am Ende jubeln die Flyers über ein 86:77. „Der Schlüssel zum Erfolg heute war die gute Defense“, bilanziert Trainer Sova Taletovic.

Nach dem Haller Sieg und der überraschenden Niederlage der Reutlinger in Freiburg rücken die ersten fünf Teams sehr nah zusammen. Heidelberg, mit zwei Niederlagen, führt die Tabelle an, mit drei Niederlagen folgt Ulm auf Platz 2. Ein Trio mit Reutlingen, Hall und Ludwigsburg folgt mit jeweils vier Niederlagen. Am kommenden Wochenende steht schon das nächste Topspiel für die Flyers an: Dann geht es zum Tabellennachbarn Reutlingen.

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So spielten sie

TSG Schwäbisch Hall –
USC Heidelberg

86:77

Flyers: Dalibor Cevriz (18 Punkte/2 Dreier), Harald Debelka (14/2), Ivo Garic (14/2), Semir Gudzevic (5/1), Michael Heck, Jozef La Rosa (8), Sergi Marco Coll (27/1), Benedikts Beck, Ivica Markovic, Stefan Pesic, Jonas Risinger

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