Schwäbisch Hall Dreikönigslauf: „Stimmung ist super“

Lorenz Baum beim Stadtlauf in Tübingen.
Lorenz Baum beim Stadtlauf in Tübingen. © Foto: privat
Schwäbisch Hall / Hartmut Ruffer 02.01.2019
Lorenz Baum nimmt nach mehrjähriger Pause wieder am Dreikönigslauf teil. Der Tübinger hat vor kurzem eine starke Marathonpremiere gefeiert.

In den vergangenen Jahren lief beim Dreikönigslauf Florian Röser schon nach kurzer Zeit alleine durch Halls Straßen. Zu stark war der Konstanzer für die Konkurrenz. Diesmal könnte sich das ändern: Zum einen sind von der TSG die beiden stärksten Läufer Kay-Uwe Müller und Danny Schneider dabei, zum anderen hat Lorenz Baum gemeldet. Der 28-Jährige hat familiäre Verbindungen nach Hall – vor allem aber ist er ein starker Läufer.

„Meine Mutter stammt aus Hall, mein Großvater wohnte in der Kreuzäcker-Siedlung“, berichtet Baum, der als Elektriker in Tübingen arbeitet. 2009 war er zufällig in Hall, als der Dreikönigslauf stattfand. Der damals 18-Jährige nahm spontan teil und wurde hinter Peter Kotz Zweiter. 2013 belegte Baum Rang 3. „Die Ehrung auf dem Rathausbalkon war sehr schön“, erinnert er sich. Gerne möchte er 2019 dort wieder stehen.

Wechsel zum Marathon

Die Chancen dafür stehen gut. Denn Lorenz Baum lebt zwar nicht vom Laufen, aber man kann überspitzt formulieren, dass er fast schon für das Laufen lebt. „Es ist mehr als ein Hobby, aber ich lebe nicht vom Sport“, meint er. Im vergangenen Sommer hat er sich dazu entschieden, auf die Marathonstrecke zu wechseln. „Ich komme langsam ins Marathon-Alter. Je älter man wird, desto schwieriger wird es, auf kürzeren Strecken Bestzeiten zu erzielen.“ Isabelle Baumann, die Frau des 5000-Meter-Olympiasiegers Dieter Baumann, bereitete Lorenz Baum und seinen Tübinger Vereinskollegen Peter Obenauer auf die Marathonpremiere vor. „Es war ein 12-Wochen-Plan mit sechs bis sieben Einheiten pro Woche.“

In der deutschen Wertung beim Frankfurt-Marathon musste der Marathonneuling Lorenz Baum lediglich dem deutschen Marathonmeister Arne Gabius den Vortritt lassen. 2:21:40 Stunden benötigte er. Das Ziel für 2019 lautet: „unter 2:20 Stunden kommen“. Das ist möglich, zumal er bei seiner Premiere ab Kilometer 37 mit Magenproblemen kämpfte und sogar stehen bleiben musste.

In Hall will er so lange wie möglich an Florian Röser dranbleiben. Die Strecke mag er. „Die Runde ist anspruchsvoll, die Stimmung super.“ Den berühmt-berüchtigten „AOK-Buckel“ hat er noch in Erinnerung. Da Baum eher den muskulöseren Läufertyp verkörpert, seien zu viele Auf und Abs für ihn weniger angenehm. Doch das sei in Hall nicht der Fall, er hofft also auf einen gelungenen Formtest.

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Aktueller Stand der Anmeldungen

Fast alle Läufe des Dreikönigslaufs sind entweder ausgebucht oder kurz davor. Lediglich beim Schüler-/Jugendlauf gibt es noch einige freie Plätze. Beim Gesundheitslauf über 5 Kilometer sind nur noch 26 Plätze frei, dann ist das Limit von 800 Startern erreicht. Der Hauptlauf über 10 Kilometer ist für 1200 Teilnehmer offen, 1012 Plätze sind bereits vergeben.

Der Junior-Cup ist mit 500 Startern komplett ausgebucht. 100 Teilnehmer haben sich für den Schüler-/Jugendlauf angemeldet. Dort stehen 350 Plätze zur Verfügung. Nachmeldungen sind möglich am Freitag, 4. Januar, bei Intersport Petermann oder am Sonntag, 6. Januar, in der Hagenbachhalle bis 90 Minuten vor dem jeweiligen Start. ruf

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