Auch wenn die Athleten der Wettkampfgemeinschaft Leichtathletik (WGL) Schwäbisch Hall bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Walldorf unter ihren Möglichkeiten blieben, gibt es dennoch Erfolge zu vermelden, so zum Beispiel im Stabhochsprung. Mit Gold in der Altersklasse U 20 für die favorisierte Stella Rubrech und Silber für die 21-jährige Nicole Butz in der Frauenklasse können sich die WGL und Trainer Jochen Eberhart über zwei neue Edelmetalle freuen.

Drei Versuche bei 1,60 Meter

Bei der zweitägigen Veranstaltung waren die unterschiedlichen Witterungsbedingungen nicht immer optimal. Bereits am Samstag war die U-18-Hochspringerin Alina Etzel (WGL/PostSG), die mit einer Bestmarke von 1,70 Meter gemeldet war, in der älteren Klasse U 20 am Start. Nach der übersprungenen Anfangshöhe von 1,55 Meter wurde es bereits bei 1,60 Meter eng, sodass sie dafür drei Versuche brauchte. Sie belegte am Ende Platz 6. Außer der Siegerin (1,77 Meter) konnte auch die Konkurrenz nicht höher als 1,68 Meter springen.

Am Sonntag waren dann die beiden Stabhochspringerinnen Nicole Butz und Stella Rubrech im Einsatz. Die noch der U 18 angehörende Rubrech galt zunächst als klare Favoritin auf U-20-Gold. Zwei Fehlversuche bei der Einstiegshöhe von 3,50 Meter, bei der nur noch eine Konkurrentin im Wettbewerb war, machten den Kampf um die Medaillen dann noch einmal spannend. Aber Rubrech zeigte sich nervenstark und meisterte diese Höhe im dritten Versuch. 3,60 Meter im ersten, 3,70 Meter und 3,80 Meter jeweils im zweiten Versuch führten direkt zur Goldmedaille.

Schnellste Medaille der Karriere

Der Wettkampf in der Frauenklasse war für Nicole Butz weniger spannend. Bei ihrer Einstiegshöhe von 3,40 Meter war der Vizemeistertitel bereits klar. Die Einstiegshöhe von 4,0 Meter von Jacqueline Otchere (MTG Mannheim), der deutschen Meisterin des Vorjahres, lag für Butz außerhalb ihrer Möglichkeiten. So holte sie sich nach sieben Sprüngen mit 3,60 Meter nach eigener Aussage „die schnellste  Medaille“ ihrer Karriere. Der Sieg ging mit 4,20 Meter nach Mannheim.

Platz 3 für die Männerstaffel

Seit 2009 starten die TSG-Läufer gemeinsam mit dem TSV Gomaringen, wenn es um die Staffeln geht. Schon im ersten Jahr gewann die dreimal-800-Meter-Staffel mit den Bork-Schwestern und Astrid Beerlage nicht nur den Landesmeistertitel, sondern sie wurden auch deutsche Jugendmeisterinnen im Ulmer Donaustadion, übrigens mit einem württembergischen Rekord, der bis heute Bestand hat.

Dieses Jahr erreichte die Männerstaffel mit Kolja Hildenbrand den dritten Platz über dreimal- 1000-Meter bei den baden-württembergischen Meisterschaften. Sie qualifizierten sich damit für die deutschen Meisterschaften.

Auch die viermal-400-Meter-Staffel zeigte ihr Leistungsvermögen. In der Besetzung Lukas Ruoff, Jannes Eggs, Kolja Hildenbrand und Stefan Hettich gewann die Startgemeinschaft Gomaringen/Schwäbisch Hall die Bronzemedaille mit 3.30.0 Minuten. Kolja lief mit 51.5 Sekunden dabei die zweitschnellste Zeit nach Stefan Hettich, der eine Sekunde schneller war.

Newcomer Haag überzeugt

Im Einzelwettbewerb über 800 Meter konnte der junge Haller dagegen nicht überzeugen. Trotz einer flotten Anfangsrunde  gelang es ihm nicht, das Tempo bis ins Ziel zu halten, sodass er mit 1.59.21 Minuten und Platz 7 zufrieden sein musste.  Seine Jahresbestzeit verfehlte er dabei nur um 3/100stel Sekunden. Er hatte sich jedoch mehr erwartet.

Einziger TSG-Athlet bei der männlichen U-20-Jugend war Newcomer Julian Haag in den Sprintdisziplinen. Da er erst seit einem halben Jahr Leichtathletik betreibt, war die Qualifikation für die Landesmeisterschaften schon ein Erfolg. Im 100-Meter-Lauf
bestätigte er mit 11.59 Sekunden seine gute Form und belegte in seinem Lauf Platz 6. Über die 200 Meter erzielte er 23.32 Sekunden und lag damit nur etwas mehr als
eine Zehntelsekunde hinter
seiner Bestzeit. Insgesamt erreichte er damit den beachtlichen elften Platz.

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