Tauchsport 125 Meter mit einem Atemzug

Gunther Lochstampfer hat an der deutschen Meisterschaft im Apnoetauchen teilgenommen.
Gunther Lochstampfer hat an der deutschen Meisterschaft im Apnoetauchen teilgenommen. © Foto: privat
Bamberg / SWP 16.05.2018
Gunther Lochstampfer von der TSG Hall hat Platz neun bei der deutschen Meisterschaft im Apnoetauchen belegt.

Der Tauchclub Bamberg veranstaltete in Burgebrach die deutsche Meisterschaft im Apnoetauchen. Apnoe bedeutet, so lange, so weit oder so tief wie möglich mit angehaltenem Atem, also mit einem Atemzug, zu tauchen. Zwölf weibliche und 30 männliche Freitaucher aus dem In- und Ausland stellten sich der Konkurrenz. Erstmalig wurde die Meisterschaft über zwei Tage ausgetragen, um den Sportlern auch ausreichend Vorbereitungs- und Erholungszeit zur Verfügung zu stellen. Gunther Lochstampfer von der Schwimmabteilung der TSG Schwäbisch Hall nahm zum ersten Mal als ambitionierter und begeisterter Hobby-Apnoeist an einem Tauch-Wettkampf teil. Grundsätzlich werden alle Tauchgänge von einem Sicherungstaucher und mehreren Schiedsrichtern begleitet und auch auf Video für den Nachweis eines regelkonformen Ablaufes dokumentiert.

Der Wettkampf wurde mit der Disziplin Statik eröffnet, bei der die Athleten möglichst lange, regungslos im Wasser liegend, die Luft anhalten. Lochstampfer bewältigte diesen ungeliebten Part mit 4:22 Minuten, was Platz 13 bedeutete. Die nächste Disziplin hieß Dynamic (DYN). Sie wird mit Flossen, entweder einer Monoflosse oder Bi-Fins, auf Strecke getaucht. Die mit der Monoflosse auf der 25-Meter-Bahn getauchten 125 Meter bedeuteten für Gunther Lochstampfer infolge der technisch anspruchsvollen Wenden eine ordentliche Leistung und damit Platz neun.

Die letzte Disziplin mit Dynamic No Fins (DNF), also dem klassischen Streckentauchen, war am Sonntag angesetzt. In seiner Spezialdisziplin konnte Gunther Lochstampfer mit einem Tauchgang am Limit, kurz vor einem Blackout, eine neue Bestleistung mit 125 Metern aufstellen und damit den sechsten Platz belegen. In der Abrechnung aller drei Disziplinen bedeutete das Platz neun in der Wertung um die deutsche Meisterschaft. „Begeisternd waren der fast familiäre Charakter des Wettkampfes und das Mitei­nander zwischen Profis, Amateuren und den Anfängern“, schreibt Lochstampfer.

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