Der SSV Reutlingen gastiert in der zweiten Pokalrunde beim Landesliga-Neuling SV Wittendorf (ein Ortsteil von Loßburg im Kreis Freudenstadt). Wittendorf hat in Runde eins den FC Rottenburg mit 2:1 ausgeschaltet und verlor das erste Punktspiel beim FC Gärtringen mit 3:5, als Henry Seeger drei Mal traf.

Besondere Platzbedingungen

SSV-Kapitän Tom Patrick Schiffel weiß: „Der Platz dort ist extrem schmal, da gibt es einen Hügel neben dem Tor. In Wittendorf ist alles anders, darauf müssen wir uns einstellen. Wir nehmen den Gegner voll ernst, wollen im Pokal weit kommen. Dafür müssen wir konzentriert auftreten und unsere Chancen verwerten – das war in Ilshofen zuletzt das Manko. Ein frühes Tor wäre hilfreich.“

Trainer Maik Schütt muss weiterhin auf Pierre Eiberger, Denis Lübke und Elvir Gashi verzichten, aber er warnt: „Man hat im DFB-Pokal wieder gesehen, was die Kleinen so erreichen können. Viele der Großen kamen erst im Elfmeterschießen weiter. Augsburg und Mainz schieden zum Beispiel aus. Da hat man gesehen, wie schwer es gegen sogenannte Kleine ist.“

Der SSV-Coach blickt auch noch einmal auf das Wochenende zurück: „Ich war in Ilshofen nicht zufrieden, wir dürfen nicht so oft ins Abseits laufen und sollten unsere Chancen eben mal verwerten. Da waren genügend vorhanden. Der Gegner wird alles reinwerfen, für die ist es das Spiel des Jahres. Wir müssen auch ein sauberes Passspiel an den Tag legen. Der Gegner wird aufopferungsvoll kämpfen, alles in die Waagschale werfen.“ Schütt fasst zusammen: „Wir haben die einzige Aufgabe weiterzukommen, das Wie ist egal.“

Eberhard Spohn betont, dass man sich noch nach einem Spieler umschaut, der Markt ist offen, doch wegen des Etats sind dem SSV Grenzen gesetzt. Man will aber Tim Schwaiger ersetzen, hat Kontakt. Ein „Probespieler“ war auch schon im Training.

VfL-Kader füllt sich

Vier Tage nach dem wichtigen Auftakterfolg in der Verbandsliga gegen den TSV Heimerdingen steht die nächste Bewährungsprobe für den VfL Pfullingen auf dem Programm. Das Team tritt in der zweiten Runde des DB Regio-wfv-Pokals beim Landesligisten Spvgg Holzgerlingen an (19.15 Uhr). Trainer Michael Konietzny ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst: „Das ist ein schwieriger Gegner, der gut in die Saison gestartet ist.“ Dennoch gibt er sich selbstbewusst: „Wir wollen weiterkommen, wir haben ja noch eine kleine Rechnung offen.“ Damit spielt er auf die bittere 0:3-Niederlage der vergangenen Saison an, die sein Team auf dem Sportgelände hinter den Weingärten hinnehmen musste.

Die Holzgerlinger scheinen ihre gute Form aus der Rückrunde der Spielzeit 2018/2019 konserviert zu haben. In der ersten Runde des Pokalwettbewerbs kam der VfL Mühlheim mit 6:2 unter die Räder, am ersten Spieltag der Landesligasaison erhielt Aufsteiger SV Seedorf mit 6:1 eine Lehrstunde. Spvgg-Offensivkraft Patrick Orifiamma schoss alleine vier der zwölf Tore. „Pfullingen ist zwar das bessere Team, aber wieso sollten wir sie nicht wieder schlagen“, fragt sich Ute Nordmann, zweite Abteilungsleiterin der Sportvereinigung.

Urlauber kehren zurück

Konietzny kann wieder auf eine Reihe zurückgekehrter Urlauber setzen. Mit Fatmir Karasalihovic, Sven Packert, Valon Dodaj, Kevin Haußmann und Kapitän Patrick Lehmann füllt sich der Kader beträchtlich. In fremden Gefilden weilt nach wie vor Christos Chatzimalousis, zudem befindet sich in dieser Woche auch Goalgetter Dominik Früh im Erholungsmodus.

Das könnte Dich auch interessieren: