Handball VfL strebt erneut Heimsieg an und will Leichtsinn vermeiden

David Wittlinger (hier am Ball) wird den VfL Pfullingen zum Saisonende verlassen.
David Wittlinger (hier am Ball) wird den VfL Pfullingen zum Saisonende verlassen. © Foto: Eibner
Pfullingen / Wolfgang Gattiker Alexander Mareis 30.11.2018

Am Samstag zur besten Krimi-Zeit um 20 Uhr gastiert der Aufsteiger TVS Baden-Baden in der Pfullinger Kurt-App-Halle zum Drittliga-Handballduell beim VfL Pfullingen. Der Gast, zuvor unter dem Namen TV Sandweier bekannt, heimste bisher erst  drei Punkte ein, sodass der VfL klarer Favorit ist.

Die Badener spielten sieben Jahre in der Oberliga Baden-Württemberg, ehe der TVS im Mai aufstieg, als man mit Christian Fritz auch den besten Torschützen der Liga besaß, der 245 Tore erzielte.

Baden-Baden holte neben Mitzel (TGS Pforzheim) auch Han Völker von der JSG Echaz-Erms. Trainer im vierten Jahr ist Ralf Ludwig, der den Klassenerhalt als Ziel angibt. Die Badener verloren am vergangenen Spieltag gegen die TSG Haßloch nach 14:10-Führung noch 24:28, haben auch gegen Konstanz oder Balingen II gut mitgehalten und verloren nur mit zwei oder drei Toren.

Besser als Tabellenplatz

Das sagt aus, dass der TVS besser ist, als es der Tabellenplatz (Schlusslicht mit drei Zählern) glauben macht.  VfL-Chefcoach Frederick Griesbach warnt vor dem Gast: „Wenn wir Baden-Baden unterschätzen, verlieren wir. Daher werden wir dies nicht tun. Das Duell mit dem TVS ist eine ernstzunehmende Aufgabe, vor der wir Respekt haben. Wir müssen mit der Gier  und Leidenschaft wie in der Schlussphase gegen  Fürstenfeldbruck spielen.“

In der VfL-Torjägerliste führt Marc Breckel mit 70 Toren vor Niklas Roth (59). Der Einsatz von Florian Möck ist wegen Fußverletzung fraglich, sogar eher unwahrscheinlich. Torwart Magnus Becker könnte noch einmal privat verhindert sein, aber sein Kollege Daniel Schlipphak bot zuletzt ein Klassespiel, war  zusammen mit Niklas Roth Matchwinner und verantwortlich für den Sieg.

Florian Möck lässt wissen: „Bei den Beiden müssen wir uns bedanken.“

Trainer Griesbach gibt zu Protokoll: „Es wird kein einfaches Spiel, da müssen wir eben wieder Vollgas geben. Meine Jungs haben es drauf. Ich habe das letzte Spiel analysiert. Wir hatten 91  gefährliche Aktionen, an 45 war Niklas Roth mit seinen erst 19 Jahren beteiligt – eine Traumquote, fast unfassbar. Deshalb hat auch Micha Thiemann nur selten gespielt, der zudem zwei Zeitstrafen hatte. Da lief es eben optimal, aber der Glaube an unsere Stärken ist groß, zeichnet mein Team aus.“

Der VfL spielt nun gegen lauter Teams, die hinter ihm in der Tabelle stehen: Baden-Baden, dann  in Zweibrücken (Saarpfalz), Neuhausen/Filder und beim TV Willstätt. Danach will man ein positives Punktekonto aufweisen. Bei einem Heimsieg am Samstag hätte man 14:14 Punkte.

Trainer Griesbach meint über den bald abwandernden David Wittlinger, den es zurück auf die Ostalb zieht: „Er hat sich beruflich neu aufgestellt, kann daher auf dem Platz keine 100 Prozent bringen, und nur mit 80 geht es nicht. Deshalb wird er den VfL zum Saisonende verlassen und nach Steinheim/Albuch zu seinem Stammverein zurückkehren. Aber es kann sein, dass er gegen Baden-Baden wieder spielt, nachdem Wittlinger gegen Fürstenfeldbruck nur auf der Bank saß. Das hängt mit dem Spielverlauf und der Form der Spieler ab.“

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