Tennis TVR geht mit breiter Brust ins Saisonfinale um Klassenerhalt

Reutlingen / Andreas Stephan Alexander Mareis 10.08.2018

Nach dem erlösenden ersten Saisonsieg in Neuss will Tennis-Bundesligist TV Reutlingen nun am Samstag beim Kölner THC Stadion Rot-Weiss und am Sonntag im Heimspiel gegen den TC Weinheim (Beginn beider Partien ist um 11 Uhr)  nachlegen und womöglich tatsächlich den Klassenerhalt schaffen. Der 5:1-Sieg in Neuss hat das Selbstvertrauen der Reutlinger gestärkt.

Schwung mitnehmen

„Wir haben ja in den letzten Wochen gesehen, dass wir oft dran waren. Uns hat nur das letzte Quäntchen gefehlt“, analysierte Reutlingens Teammanager Rainer Renz. „Gegen BW Neuss hat es nun endlich geklappt. Diesen Schwung wollen wir mitnehmen.“

Unsichere Einsätze

Mit breiter Brust reist der TVR also am Samstag nach Köln, um gegen ebenfalls abstiegsbedrohten Tennis- und Hockeyclub zu bestehen. Der Einsatz der beiden Italiener Lorenzo Sonego und Andrea Arnaboldi ist dabei am Wochenende noch offen. „Die beiden sind nun auf Turnierreise. Da weiß man, wie immer, nie, was sich ergibt“, meinte Renz. Ganz sicher zum Kader zählt der deutsche Kern des Teams: Michael Berrer, Tobias Simon und Florian Fallert. Ebenfalls mit dabei sein wird Vorzeigekämpfer Jordi Samper-Montana. „Da der Einsatz von Sonego und Arnaboldi unsicher ist, werden die beiden Spiele in Köln und Weinheim natürlich ungleich schwerer für uns, als das Spiel in Neuss. Gerade aber mit der Unterstützung der Zuschauer am Sonntag wollen wir auf jeden Fall noch mindestens einen Sieg einfahren.“

Alles eng zusammen

Der 5:1-Sieg des TVR in Neuss hat alles noch spannender gemacht: Nun deutet vieles auf ein absolutes Herzschlagfinale um Kampf um den Klassenerhalt hin, das am Sonntag in extremer Dramatik gipfeln dürfte: Die Reutlinger Schlusslichter (4:10 Punkte) müssen am vorletzten Spieltag (11. August, 11 Uhr) wie erwähnt zum Tabellensiebten Kölner THC Stadion Rot-Weiss (6:8 Punkte) reisen und erwarten dann am letzten Spieltag (12. August, 11 Uhr) daheim den Ranglistenfünften TC Weinheim (7:7). Für mehr als die Hälfte der zehn Erstligisten ist somit die Lage vor dem Saisonkehraus prekär: Ab Platz sechs sind alle Teams mittendrin im Schlamassel, es kann jeden treffen. Der Gladbacher HTC (6:8), Kölner THC Stadion Rot-Weiss (6:8),  TK Kurhaus Aachen (4:10), TC Blau-Weiss Neuss (4:10) und eben der TVR (4:10) werden die zwei Absteiger in die 2. Bundesliga unter sich ausmachen.

TC Weinheim vor Klassenerhalt

Der Reutlinger Gegner am Sonntag, der TC Weinheim, hat trotz der 0:6-Niederlage in Halle/Westfalen den Klassenerhalt in der Bundesliga so gut wie sicher in der Tasche. Dabei waren die Weinheimer vor Saisonbeginn als dicker Abstiegskandidat gehandelt worden und haben nun die Experten überrascht.

Altmeister BW Halle, der mit diesem Kantersieg auf Platz zwei kletterte, gewann alle sechs Matches in zwei Sätzen, das knappste Einzel aus Weinheimer Sicht lieferte Moritz Baumann beim 4:6, 4:6 gegen Jeremy Jahn ab.

Oben alles klar: Grün-Weiss Mannheim ist Meister

Der TK Grün-Weiss Mannheim hat mit dem 4:2-Sieg gegen den Gladbacher HTC die Tabellenführung in der Tennis-Bundesliga ausgebaut – die Meisterschaft ist dem Team vom Neckarplatt vor dem abschließenden Doppelspieltag angesichts von vier Punkten Vorsprung nicht mehr zu nehmen, gefeiert wird aber erst, wenn alles klar ist.Schon zum sechsten Mal in den bisher sieben Saisonspielen stand Mannheim nach vier Punkten aus den Einzeln als vorzeitiger Sieger fest. Vom ersten Ballwechsel an dominierte Maximilian Marterer den Tschechen Jiri Vesely beim 6:2, 6:4 vor 2400 Zuschauern. Es war Marterers letzter Auftritt in diesem Jahr für die Mannheimer.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel