Volleyball TSG-Damen steigen in die Oberliga auf

Großer Jubel bei den Volleyballerinnen der TSG Reutlingen. Durch den 3:0-Erfolg beim TSV Eningen konnte die Meisterschaft in der Landesliga perfekt gemacht werden. In der kommenden Saison geht man nun in der Oberliga auf Punktejagd.

rp

Es war nochmals alles geboten am letzten Spieltag der Volleyballsaison 2018/19. Am Ende durften die Damen der TSG Reutlingen, die in die Oberliga aufsteigen, und die Herren des TSV Eningen III, die den Bezirksligaklassenerhalt schafften, jubeln, während die Damen des TSV Eningen noch die Abstiegsrelegation vor Augen haben und die Damen der SG Reutlingen/Betzingen aus allen Wolken fielen, sprich vom rettenden sechsten Platz noch auf einen Abstiegsrang zurück.

Nervöser Beginn

„Mit angezogener Handbremse“, „Wie das Kaninchen vor der Schlange“ oder einfach nur „Nervös“, dies waren die Kommentare zum ersten Satz der TSG Reutlingen im Derby beim TSV Eningen.

Kaum etwas lief bei den Grauel-Schützlingen zusammen, während die Schmetterlinge hervorragend auf die starken Mittelangriffe der TSG eingestellt waren und oft zu dritt im Block parat standen. Dazu kam eine aufopferungsvoll kämpfende Abwehr, die fast alles holte, was dann am Block vorbeikam. So erarbeiteten sich die Kimmerle-Schützlinge eine 24:22-Führung und urplötzlich schien für die Einen die Meisterschaft in weite Ferne gerückt und für die Anderen der Coup zum Klassenerhalt ganz nah.

Doch nun schlug die Stunde von Judith Gäbler und Julia Schröder auf Seiten der TSG, die in Angriff und Block zupackten und fast im Alleingang den Satz noch drehten (28:26). Damit war bei Eningen der Stecker gezogen, während Reutlingen nun zunehmend an Sicherheit gewann und die beiden folgenden Sätze klar für sich entscheiden konnte (25:17, 25:14). Der Schlusspfiff ging im Jubel von Trainer und Spielerinnen unter und stolz präsentierte man das Aufstiegstrikot, das natürlich schon bereit lag. Der TSG darf auch in der Oberliga eine gute Rolle zugetraut werden.

Sieg ohne Wert

Bei Eningen saß der Frust über die Niederlage nicht allzu tief, denn immerhin hatte man gegen die SG Volley Alb noch eine Möglichkeit zu Punkten gegen die Relegation zu kommen. Und die nahmen die Eningerinnen dann auch wahr und konnten sich im Tie-Break mit 3:2 durchsetzen. Da allerdings der SV Ochsenhausen auch zu Punkten kam, konnte sich der TSV nicht mehr verbessern und muss nun am 13./14. April nachsitzen.

TSG Reutlingen: Bühler, Fetzer, Gäbler, Gieske, Hattingen-Pröbster, Hemmann, Humic, Hunstein, Schweizer, Schröder, Zöllner.

TSV Eningen:  Buckendahl, Bückle, Folberth, Hummel, Missbauer, Möckesch,  Sonntag, Taigel, Weißmüller, Zander.

Gut aus der Affäre gezogen haben sich die Oberliga-Herren des TSV Eningen gegen den Spitzenreiter ASV Botnang. Trotz der 0:3-Niederlage boten die Gelbhemden vor allem im ersten Satz (22:25) den zahlreichen Fans am Ende des Mammutspieltags in der Arbachtalhalle eine starke Leistung und entschärften die „Hammerangriffe“ der Gäste oft mit einer leidenschaftlich kämpfenden Abwehr. Dass ein Satzgewinn der Bayha-Truppe nicht vergönnt war, lag einzig und allein an der konzentrierten Leistung der Gäste um den Ex-Rottenburger Dirk Mehlberg, die keine Geschenke verteilen und ihre weiße Weste behalten wollten. Trainer Eckard Bayha, für den es das letzte Spiel an der Außenlinie war, ließ auch nochmals alle Spieler zum Einsatz kommen und durfte sich wie sein Team am Ende einer nervenaufreibenden Saison über einen hervorragenden vierten Platz freuen.

TSV Eningen:  M. Anft, Bauer, Jaksche, Kimmerle, Mattes, Pauckner, Schilke, Schopp, Siller, Späth, Wödl.

Wie schon erwartet konnten die Landesliga-Herren des TSV Eningen II keine Punkte gegen den Meister TSB Ravensburg (1:3) und den Zweiten, die SG Ailingen/Kressbronn (0:3) auf die Habenseite bringen und müssen nach dem Klassenerhalt durch die Hintertür letzte Saison dieses Jahr nun endgültig den Gang in die Bezirksliga antreten.

TSV Eningen II:   P. Anft, Auer, Bückle, Fellmeth, Friedrichson, Huonker, Sowoda, Slotnarin, Staake, Wolff.

Großer Jubel hingegen bei den Bezirksliga-Herren des TSV Eningen III, die im direkten Duell um den Relegationsplatz die SG Friedrichshafen/Fischbach klar mit 3:0 bezwangen und sich nun auf reizvolle Duelle nächste Saison mit ihrer „Zweiten“ freuen dürfen. Nach dem wichtigen Sieg konnte man die 0:3-Niederlage gegen Tabellenzweiten TG Bad Waldsee II locker verschmerzen.

TSV Eningen III:  Bauer, Brielmann,  Karlewski, Kimmerle, König, Koch, Margenfeld, Mezger, Schilling.

Erfreulicher Saisonabschluss auch für den PSV Reutlingen. Nachdem die Kaiser-Schützlinge wie erwartet mit dem Lokalrivalen VfL Pfullingen wenig Mühe hatten und ihn klar mit 3:0 bezwangen, rangen sie in einem begeisternden Finish auch den Meister SSC Tübingen mit 3:2 nieder und belegen am Ende einen beachtlichen dritten Rang.

PSV Reutlingen: Chojnak, Essig, Freytag, Kaiser, Kronenberger, Liss, Oertel, Springmann, Voinarovych.

VfL Pfullingen: Banzhaf, Bertram, Haydt, Missbauer, Pflüger, Sautter, Teiber, Trumpf, Weißschuh, Wilkening.

Mit versteinerten Gesichtern saßen die Damen der SG Reutlingen/Betzingen nach dem Schlusspfiff auf der Bank.

Sie selbst hatten durch die 1:3-Niederlage beim Tübinger Modell III den zweiten Matchball zum Klassenerhalt innerhalb von zwei Wochen verspielt und sich nun auf Relegationsspiele eingestellt, als die Kunde vom 3:0-Erfolg des SV Pfrondorf über den Renninger SC und der weitere unglaubliche Punktgewinn der Tübinger Vorstädter bei der 2:3-Niederlage im Tie-Break gegen den Tabellenzweiten VfL Sindelfingen die Runde machte.

Durch diesen Vier-Punkte-Gewinn schob sich Pfrondorf noch an der SG vorbei und nach dem tollen zweiten Platz vergangene Saison hieß es nun völlig unbegreiflich Bezirksliga ade! Wie das Gesicht der Mannschaft nun in der A-Klasse aussehen wird, ist nun völlig offen.

SG Reutlingen/Betzingen: Bloß, Favretto, Grubisic, Knoblauch, Krich-Gruschwitz, Lang, Mezger, Rhattas, Rojan, Straub.