Obwohl die Herren 40 des TC Markwasen das letzte Doppel am vergangenen Samstag verloren hatten, jubelten die Spieler am Ende ausgelassen über die württembergische Mannschaftsmeisterschaft. Der Sieg gegen die Spielgemeinschaft Baiersbronn/Klosterreichenbach hatte vorher schon festgestanden.

Aufstieg zum Jubiläum

Am Ende hieß es 6:3 für den TCM, der damit alle drei Spiele in der verschlankten Corona-Runde der Württembergliga für sich entscheiden konnte. Verdienter Lohn: ein gemütlicher Grillabend und der Aufstieg in die Tennis-Regionalliga Südwest. „Es ist natürlich ein besonderer Titel, an den man sich im Klub noch lange zurückerinnern wird“, sagte Mannschaftskapitän Marc Haubensak und ergänzte „Coronameister wird man hoffentlich nur einmal in seinem Leben.“ Und das passend zum 50-jährigen Bestehen des Vereins.

Lange war ja unklar gewesen, ob die Sommerrunde überhaupt ausgespielt werden kann. Und als der Württembergische Tennis-Bund (WTB) schließlich sein „Okay“ gab, dimmte zunächst die offene Frage, ob auch die Doppel wegen der Pandemie gespielt werden dürfen, die leicht verbesserte Stimmung weiter herunter. Doppelspiele waren jedoch Voraussetzung dafür, um überhaupt aufsteigen zu können.
Die weiteren Lockerungen der Corona-Verordnung Ende Juni brachten dann endlich Gewissheit: Auch Doppelspiele sind wieder erlaubt. Die Runde gewann so enorm an sportlicher Bedeutung. „Auch bei uns war zunächst offen, wie wir spielen“, erklärte Haubensak und fügte an: „Aber am Ende hatten wir eine tolle und starke Mannschaft beisammen, die sehr viel Spaß miteinander hatte und nebenbei noch sehr gut Tennis spielte.“ Gleich die erste Partie beim TC Weissenhof sollte sich als das entscheidende Spiel herausstellen. Aber der 6:3-Sieg war ebenso ungefährdet wie die übrigen Erfolge beim TC Bernhausen (9:0) und zuletzt gegen Baiersbronn. Nach den Einzeln hatte der TC Markwasen am Samstag 4:2 geführt. Benjamin Genähr, Torben Richters, Marc Haubensak und Matthias Schmid gewannen ihre Einzel, Martin Schmollinger und Jocelyn Dubois hatten unglücklich das Nachsehen.
Die Doppel Genähr/Richters und Robby Pesce/Schmid holten schließlich die Punkte fünf und sechs. Armin Engels komplettierte die Mannschaft.

Neue Liga mit mehr Niveau

„Die Regionalliga wird noch mal ein ganz anderes Niveau haben. Da tummeln sich einige Ex-Profis“, weiß Haubensak. Der TCM durfte in dieser Liga schon vor zwei Jahren unverhofft mitspielen. Die sogenannte Südwestliga mit Mannschaften aus Baden-Württemberg ist zweigeteilt und der Unterbau der Regionalliga. „Wir freuen uns schon unheimlich darauf“, so der Mannschaftskapitän TCM.