Drei Minuten waren erst gespielt, da lagen die Gäste bereits durch einen Dreier des erst 18-jährigen Mondwell Bukle mit 11:4 in Front. Die TSG ließ bereits in der Anfangsphase zahlreiche einfache Punkte liegen und war in der Defensive nicht auf der Höhe. Nur den Leistungsträgern Klay und Charlton war es zu verdanken, dass die Ravens in Schlagdistanz blieben. Fünf Charlton-Punkte zum Ende des ersten Viertels brachten die Tsouknidis-Schützlinge immerhin auf 20:26 heran.

Defensiv weiter unsortiert

Auch im zweiten Viertel offenbarten sich wie in der Vorwoche defensive Schwächen. Zwar ließ die Offensive nun besser, der 35-jährige Routinier Nikola Gaurina erzielte fünf Zähler in Folge und setzte seine Mitspieler gut in Szene, doch in der Defensive wollten keine Stopps gelingen. Die Gäste konnten nach wie vor zu vielen einfachen Punkten gelangen, oft über ihren Center Denis Vrsaljko der für die TSG nicht zu bremsen war.

Der letztjährige Spieler der zweiten Bundesliga erzielte am Ende auch die meisten Punkte für sein Team (24). Mit der Schlusssirene traf Julius Albanus noch einen Korb, um die Hoffnungen auf die zweite Hälfte aufrecht zu halten (41:46).

Verkorkstes drittes Viertel

In der Halbzeitpause war Headcoach Vasilios Tsouknidis sichtbar von der Leistung seines Teams enttäuscht und forderte mehr Intensität ein. Doch es waren die Gäste, die mit mehr Intensität aus der Pause kamen und schnell mit 50:41 in Front gingen. Die TSG kämpfte sich immer wieder auf heran, doch dann kam die nächste Schwächephase, welche die Gäste ausnutzen konnte. Ein 11:2-Lauf brachte die Lions gar mit 62:49 in Front.

Erst ein Dreier des erst 16-jährigen Fabian Martini, der sein Ligadebüt für die TSG gab und dabei starke sechs Punkte erzielte, brach den Bann. Doch zum Viertelende mussten die Ravens immer noch einem zweistelligen Rückstand hinterherlaufen (59:69).

TSG kämpft sich zurück

Sechs schnelle Charlton-Punkte brachten die TSG plötzlich zurück ins Spiel (65:70). Die Achalmstädter zeigten sich endlich wacher in der Verteidigung und konnten selbst einige Ballverluste erzeugen. Es entwickelte sich jetzt ein spannendes Spiel. Zwei Dreier von Charlton und Klay brachten den Ausgleich (76:76), ein weiterer Charlton-Korbleger gar die erste TSG-Führung des Spiels (78:76). Doch wieder war es Bukle, der sofort einen Korbleger und einen weiteren Dreier zum 81:78 traf. Dies schien der Knackpunkt im Spiel zu sein, die letzten Würfe wollten nicht mehr fallen, während die Gäste den Sieg über die Ziellinie retteten. „Wir merken zurzeit, dass wir durch die vielen Ausfälle in den vergangenen Wochen nicht wie gewohnt trainieren können und dies wirkt sich auf die Leistung am Wochenende aus. Wir finden viel zu spät in einen Rhythmus und müssen viel Kraft aufwenden, um den Rückstand aufzuholen. Wenn du dir dazu 21 Ballverluste erlaubst, musst du dich nicht wundern, wenn es am Ende nicht reicht. Wenn die Hälfte des Teams keinen einzigen Punkt macht, wird es schwierig zu gewinnen. Wir werden uns jetzt sammeln und versuchen die restliche Saison gut zu Ende zu spielen. Zufrieden bin ich mit der Leistung unserer Jugendspieler, die ihre Sache gut gemacht haben“, sagte TSG-Headcoach Vasilios Tsouknidis nach dem Spiel.

Ravens: Charlton (31/4 Dreier), Klay (15/1), Traore (12), Gaurina (10/2), Albanus (6), Martini (6/2 Dreier), Terzidis, Schmid, Janovsky, Tomas-Duarte, Grubic.