Zunächst fürchtete man sich im Vorfeld vor großer Hitze, dann wurde man zwar Opfer stundenlanger Regenfälle, konnte aber dennoch ein positives Fazit ziehen. Entgegen der Befürchtungen der Veranstalter war der Interstuhl-Cup der Straßen-Radamateure in der Pfullinger Innenstadt trotz eines launischen Petrus ein voller Erfolg.

Die Pfullinger Bevölkerung sorgte zwar nicht für chaotische Zustände in der Innenstadt wegen Überfüllung und Gedränge, aber die Strecke war letztlich von mehr Zuschauern frequentiert als befürchtet. „Bei den vorangegangenen acht Etappen des Interstuhl-Cups hatte sich die Durchschnittszahl 250 eingependelt. Daher waren wir schon überrascht, dass rund 650 Schaulustige am Sonntag in Pfullingen an der Strecke standen“, meinte Tobias Stoll, Geschäftsführer des VfL Pfullingen und seit kurzem auch im Trainerstab der Pfullinger Drittliga-Handballer vertreten.

Lob von Stoll

Stoll lobte besonders Thomas Heinlin von der VfL-Radsportabteilung: „Ohne Thomas Heinlin und dessen Engagement sowie Kontakte wäre das Radrennen in Pfullingen weder zustande gekommen, noch in dieser Form abgelaufen. Ich will mich daher in keiner Weise in den Vordergrund stellen, sondern verweise auf ihn, weil er besondere Verdienste in dieser Angelegenheit hat.“

Das Fazit

Das Fazit des VfL Pfullingen über die neunte Etappe des Interstuhlcups verlief nicht nur wegen der Zuschauer und fleißigen Mitarbeiter positiv. Bei den Rennen rund um den Pfullinger Klostersee traten Amateure aus ganz Süddeutschland, Österreich und der Schweiz an. Das Pfullinger Publikum trotzte wie erwähnt dem Dauerregen und wurde dafür von den Sportlern mit temporeichen Rennen sowie Fights bis auf die Start-Ziel-Gerade belohnt.

In verschiedenen Klassen (nach Alter und Leistung getrennt) wurde um Punkte und Prämien gekämpft. Ellenbogen raus und breit machen, Position halten, Windschatten fahren – fast wie beim großen Bruder Tour de France ging es im Echaztal zu. Die Fahrer legten sich mächtig ins Zeug, um den Tagessieg zu ergattern.

Im großen Finale, dem Hauptrennen, freute sich dann der 37-jährige „Altmeister“ Alexander Kurrle vom TSV Schmiden über den Sieg.

Siggi Krüger von der Rennleitung war ebenfalls bester Dinge: „Während der Veranstaltung hatte ich mit Organisation, Ergebniserstellung und Rennleitung so viel zu tun, dass ich von den Rennen selbst eigentlich nicht viel mehr als Punktezahlen und Rundenzahlen mitbekommen habe. Es hat dennoch viel Spaß gemacht.“

Der in Albstadt wohnhafte Krüger, Rennsportfachwart des Radsportbezirk Schwarzwald/Zollern  seit 2016 und Organisator des Interstuhl-Cups seit 2017, ergänzt: „Ich als Organisator der Interstuhl-Cup-Serie war von der Organisation und dem Pfullinger Publikum vollauf begeistert. Und ich wäre glücklich, wenn sich der VfL Pfullingen auch in den nächsten Jahren bereiterklären würde, wieder eine Etappe des Interstuhlcups auszurichten.“

Mehr Lob kann es kaum geben.

Info Ergebnisse des Interstuhl-Cups gibt es online unter  www.interstuhl-cup.de (Infothek/2019/Etappen-Termine/Pfullingen)