Triathlon Huber steckt Rückschläge weg und läuft in die Top 10

Großes Nachwuchstalent: Die Dettingerin Mirjam Huber (Jahrgang 2004) gehört nun zu den besten Zehn in Deutschland.
Großes Nachwuchstalent: Die Dettingerin Mirjam Huber (Jahrgang 2004) gehört nun zu den besten Zehn in Deutschland. © Foto: Privat
Dettingen / erju 30.08.2018

Für den Nachwuchs des Triathlonsports in Baden- Württemberg gibt es eine Wettkampfserie „Racepedia“ über den Sommer hinweg mit sechs Ereignissen, die über das ganze Land verteilt sind.

Wer es geschafft hat, in den Nachwuchskader des Landes (BWTV) zu kommen, für den gibt es eine weitere, „höhere“ Stufe, den Nachwuchscup der Deutschen Triathlon Union, bei dem vorwiegend die Kaderathleten der deutschen Bundesländer/Landesverbände an den Start gehen.

Dieser bundesweite Nachwuchscup bestand im Jahre 2018 aus drei Wettbewerben: Am 13. Mai in Forst bei Karlsruhe, am 13. Juni in Grimma/Sachsen und am vergangenen Wochenende in Goch bei Kleve, nahe der niederländischen Grenze.

Huber als Jüngste dabei

In diesen Leistungsvergleichen auf Bundesebene stand für die SG Dettingen/Erms und natürlich für den Baden-Württembergischen Triathlonverband die 2004 geborene Mirjam Huber (jüngster Jahrgang im Wettbewerb) an der Startlinie, um sich mit den Besten aus ganz Deutschland zu messen.

Am Sonntag führte die Reise zum Wettkampf nach Goch im Landkreis Kleve, wo die Finalveranstaltung, nach den vorherigen Events in Forst und Grimma, stattfand.

Für die B-Jugendlichen stand im Finale der Triathlonwettkampf mit 200 Meter Schwimmen,  zehn Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen auf dem Programm, das die38 qualifizierten Mädchen der B-Jugend in Angriff nehmen mussten.

Und gleich die erste Disziplin begann für das hoffnungsvolle Dettinger SG-Talent mit einem Paukenschlag und großer Überraschung. Denn nach 200 Metern stieg Mirjam Huber als Zweite (5.02 Minuten) und großer Überraschung nach Noelle Werner aus dem Saarland (4.53 min) aus dem Wasser. Luisa Klumpp von der  TSG Reutlingen betrat nach 5.10 Minuten wieder Land auf dem Weg zur Wechselzone.

Auf den ersten fünf der zehn Radkilometer fand sich eine elfköpfige Spitzengruppe zusammen. Darunter die vier Mädels aus Baden-Württemberg: Mirjam Huber von der SG Dettingen, Luisa Klump (TSG Reutlingen),  Josephine Seerig (Süßen) und Sabrina Fleig aus Remchingen, die geschlossen als Pulk in die Wechselzone einfuhren.

Dann geschah ein Malheur, das in dieser Phase nicht vorkommen sollte: Mirjam Huber hatte Probleme mit dem Anziehen ihrer Laufschuhe. Die Ermstälerin verlor bei diesem Wechsel wertvolle Zeit, genau 15 Sekunden, und verpasste den Anschluss.

Auf Rang elf, klar hinter der Spitzengruppe, ging die zurückgefallene Dettingerin auf die Laufstrecke. Im Verlauf der zweiten Laufrunde holte Huber aber auf und kam noch auf dem für sie exzellenten siebten Platz bei dieser hochkarätigen Jugendkonkurrenz ins Ziel.

Hubers Freundin Luisa Klumpp von der Reutlinger TSG erkämpfte sich den 13. Platz. Vor diesem Wettkampf hätte man nie an solch eine Spitzenplatzierung geglaubt. Bei diesem Rennverlauf - im Nachhinein durchgedacht - wäre sogar noch weit mehr möglich gewesen.

Lob auch für Trainerin

SG-Jugendtrainerin Jana Morgenstern durfte sich auf ihre Fahnen schreiben, ihren talentierten Schützling richtig fit bekommen zu haben.  Mirjam Huber, die nun als Jüngste des Jahrgangs der B-Jugend den nicht für möglich gehaltenen siebten Einzelplatz bei diesem Tageswettkampf als auch in der diesjährigen Gesamtwertung des Deutschen Jugendcups  errang, war überglücklich.

Unter den „Top 10“ in Deutschland im Nachwuchsbereich zu sein, ist für die Ermstälerin eine fabelhafte Leistung in ihrer noch jungen Sportkarriere.

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