Handball-Drittligist VfL Pfullingen wird am Montag, 15. Juni, die Vorbereitung auf die neue Saison beginnen, notfalls auch im Stadion, wo alle Spieler mit Abstand  trainieren können. Bisher trainierten alle nach Plänen von Athletiktrainer Tobias Fluck individuell zu Hause.

13 Mann im VfL-Kader

Wann man wieder in die App-Halle kann, zeigt sich. Trainer Daniel Brack hat derzeit 13 Mann im Kader: Schlipphak, Tölke, Nothdurft, List, Breckel, Fischer, Roth, Jabot, Schmid, Möck, Bauer, Keupp und Prinz. Brack wird eventuell Mathis Roth, Bruder von Niklas, einbauen. Zudem hat man Kontakt zu zwei Spielern, einer wird noch kommen, so dass der VfL für die kommende Spielzeit einen 15-Mann-Kader hat.

Es droht eine OP

Man hat fünf Abgänge im Echaztal: Stahl, Thiemann, Haug, Gross  und Goller. Neu sind Simon Tölke und Frieder Nothdurft. Doch Daniel Brack hat Sorgen: „Die Schulter von Marc Breckel macht Probleme, da droht sogar eine OP. Ob er in vier Wochen mittrainieren kann, ist offen. Ich hoffe es, er ist ganz wichtig.“ Die Trainer und Spieler bekamen eine Abschlagszahlung, verzichteten sonst auf Gehälter. Man spielt in der kommenden Saison in einer 18-er-Liga. Es könnte eine neue Einteilung erfolgen. Aufsteiger SG Pforzheim-Eutingen spielt sicher in der Süd-Staffel, die HSG Konstanz II auch, aber was machen der VfL Günzburg oder Bayreuth, oder auch Haßloch und Hochdorf. Es  gibt ja vier Staffeln.

Es war eine geile Saison

Bracks Rück- und Ausblick: „Wir wurden Vizemeister, spielten eine geile Saison. Hoffentlich kommen wir nun bald in die Normalität zurück und können in die Halle zurück. Wir hätten noch zwei Heimspiele gehabt. Diese Einnahmen fehlen wie auch jene aus der Hallen-Bewirtschaftung. Doch die Sponsoren  gehen unseren Weg mit und ich bin mir sicher, dass sie zur Stange halten, keine Rückforderungen verlangen.“

Es gibt Fragezeichen, aber auch Lockerungen

Der Trainer blickt optimistisch in die Zukunft: „Tölke und Nothdurft  haben beim VfL das Handballspiel erlernt, brauchen also keine Integrations-Zeit. List und Prinz trainieren Jugend-Teams. Das ist die Stärke des VfL Pfullingen. Die Auswirkungen sind spürbar, die Saison 19/20 ist aber Geschichte, die neue soll im September beginnen, Da muss man allerdings noch abwarten. Noch gibt es Fragezeichen, aber auch Lockerungen, die uns hoffen lassen.“

Armin Geffke hofft auf Entscheidungen


Armin Geffke, Abteilungsleiter der VfL-Handballer, hofft: „Der DHB wird von der Bundesliga unter Druck gesetzt, ich denke, er wird  im Mai eine Entscheidung treffen, doch bei uns sind Sponsoren- und Eintrittsgelder die beiden wichtigen Säulen und da ist es derzeit schwer, neue zu  gewinnen. Geisterspiele in der App-Halle kann ich mir ab September nicht vorstellen. Wir beginnen mit der Vorbereitung im Juni, der Pokal ist ja ausgesetzt, aber wer weiß schon, was bis dahin los ist. Wir hätten noch zwei Heimspiele gehabt, deshalb fehlen einige Tausend Euro.“ Geffke zum Abschneiden: „Wir steigerten uns von Platz Elf auf Zwei, sind Vizemeister und einer der Favoriten. Einer neben Dansenberg und Pforzheim. Das war ja eine absolute Top-Saison. Das Geld der beiden Spiele fehlt wie gesagt, wir haben in Pfullingen einige Hilfsaktionen gestartet, das kam gut an.“ Jetzt folgen Lockerungen, auf die setzen die Handballer in der schlimmen Zeit. Man will planen, braucht in den kommenden Tagen eine Entscheidung des DHB. Lösungen müssen her, so Geffke – und zwar schon bald. woga