Das war ein Krimi mit Happy End für den VfL Pfullingen. Die Gastgeber  bleiben zu Hause nach dem hart erkämpften 28:25 gegen den Turn- und Sängerbund  aus Horkheim ungeschlagen, haben jetzt in der App-Halle 5:1 Punkte geholt.

Bewegliche Abwehr

Das Brack-Team siegte gegen ein starkes Team, weil man in der Abwehr beweglicher, besser war als zuletzt, viele  Angriffe unterbunden hat. Dazu hat man einen Torwart Daniel Schlipphak, der jetzt die Nummer Eins angenommen hat, jahrelang die Zwei war, sich steigerte, und mit zwölf Paraden eine starke Partie lieferte, in allen drei Heimspielen ein echter Rückhalt war,

Dabei hatten die Gäste in Sven Grathwohl auch einen Top-Torwart mit ähnlicher Bilanz. Beim Gast spielte auch Felix Zeiler mit, der Sohn des ehemaligen VfL-Trainers Gottfried.

Bis zur Pause lag Horkheim meist hinten, führte einmal beim 3:4, der VfL lag dann 7:5 vorne, dann hieß es 10:10. Das Spiel war ausgeglichen, kein Team konnte  sich entscheidend absetzen. Es gab auch auf beiden Seiten zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. Später, so VfL-Trainer Daniel Brack, sahen die  680 Fans ein Spitzenspiel.

Jabot vergab einen Siebenmeter – Grathwohl hielt. Beim Gast war Michael Seitz der Schütze, der die ersten sechs Siebenmeter verwandelte, dann an Gross scheiterte, der am Schluss Schlipphak ersetzte. Horkheims Freudl schoss einen Siebenmeter in der wichtigen Schlussphase an die Hallenwand, als Gross im Kasten stand, einen sehr guten Eindruck hinterließ.

So ging man mit 14:14 in die Pause, der VfL legte dann zwei vor – Schmid und Fischer trafen: 16:14. Der TSB kam heran, es gab auch Phasen, in denen ein Team doppelte Überzahl hatte, keiner konnte sich jedoch absetzen. Nach dem 18:18 (35.) zog der VfL zum ersten Mal  richtig weg. Es stand 23:19 nach einem 4:0-Lauf, man führte  24:21 (49.), die Messe schien gelesen, aber der Gast gab nicht auf, profitierte von VfL-Fehlern und Ballverlusten. Ein 3:0-Lauf der Gäste führte zum 24.24 – Spannung pur. In der 54. Minute ging der TSB beim 24:25 zum zweiten Mal in Führung, doch der Gast sollte sechs Minuten lang bis zum Schlusspfiff kein Tor mehr erzielen, der auch die angesprochenen Strafwürfe versemmelte. Breckel traf zum 26:25, Alexander Schmid, der fünf Jahre in Horkheim spielte, traf zum Endstand. Ein verdienter Sieg dank großem Willen.

Spielleiter Jörg Hertwig sagte: „Das hätte auch anders ausgehen können, als wir Chancen liegen ließen. Aber der Kampf war großartig.“ Marc Breckel meinte: „Wir spielten am Schluss cool und souverän, die gute Abwehr mit einem bärenstarken Schlippi war der Schlüssel, denn das war ja keine Pappnasen-Mannschaft, wir mussten alles rausholen.“

Kleinigkeiten entscheiden

TSB-Coach Michael Schweickardt sprach von Kleinigkeiten, die entscheidend waren, beide Torsteher seien stark gewesen, es fehlte bei Horkheim das Glück. Daniel Brack analysierte: „Ich will die App-Halle zu einer Festung machen, das gelang gut. Wir hätten bei 21:18 den Sack zumachen können, Prinz verschoss, es wurde spannend. Ich muss Nicolas Gross loben, da sitzt der 50 Minuten draußen, kommt rein, ist gleich voll da, hält großartig. Das war spitze, auch Schlipphak war wieder super – so wünsche ich mir die beiden. Der Schwerpunkt lag auf der Abwehr, das funktionierte.“

Brack weiter: „Mit 7:3 Punkten sind wir gut dabei. Ich will eine Euphorie entfachen, da sind wir gut im Rennen. Die Jungs haben alles reingeworfen. Nun geht es nach Pforzheim, eine hohe Hürde, aber wir wollen auch dort was holen.“

So spielten sie

VfL Pfullingen: Schlipphak, Gross – Schmid (3), Möck (3), Stahl, Haug (1), Jabot (2/1), Goller (1), Roth (7), Thiemann, Prinz, Bauer, Breckel (7), Fischer (4)

TSB Horkheim: Grathwohl – Weißer (2), Reichert (4), Grosser, Fröhlich, Zeiler (2), Hess (2), Seitz (8/6), Freudl (3), Matusik, Zerweck (4), Hölzl, Bohnenstengel

Schiedsrichter: Homa, Mehl (Stadeln)

Zuschauer: 680

Das könnte dich auch interessieren: