Mit dem TV Plochingen erwartet der VfL Pfullingen zum Rückrundenstart den Neuling,  den Daniel Brack sechs Jahre trainierte, ihn in die 3. Liga führte. Am Wochenende gelang Plochingen in Erlangen der erste Auswärtssieg. Sie  hatten gut begonnen, holten fünf Punkte aus drei Spielen, dann folgten sieben Niederlagen in Folge. Nun haben sie zehn Punkte auf dem Konto.

Niederlage im Hinspiel tut immer noch weh

Im Hinspiel siegte der TV gegen den VfL, der seine bisher schwächste Saison-Leistung bot, mit 31:30. Trainer Michael Schwöbel baut vor allem auf Christos Erifopoulos, der aus Großwallstadt kam und bisher 110 Tore erzielte. Er führt vor Thomann (Balingen) 104 und Kazmaier (Kornwestheim) 95. Doch auch die Pfullinger agieren zielorientiert: Lukas Fischer traf 81 Mal, es folgen im Ranking Breckel (80). Roth (71), Jabot (68) und Schmid (67). In der Zuschauergunst führt Saarlouis mit 829 Fans pro Spiel, der VfL hat 740 – eine klare Steigerung.

Der Trainer legen die Viren flach

VfL-Coach Daniel Brack lag bei den ersten beiden Trainingseinheiten in dieser Woche mit Grippe im Bett. Er hofft, am Samstag an der Bande zu stehen. Sein Co Tobias Stoll leitete mit Kapitän Micha Thiemann, Athletik-Trainer Tobias Fluck und Torwarttrainer Michael Villgrattner die Übungseinheiten. Brack war bestens informiert, hat volles Vertrauen in sein kompetentes Team.

Christian Jabot hat keinen Bruch, trainierte leicht mit, könnte am Samstag spielen. Auch  Robin Keupp steht vor seinen ersten Einsatzminuten. Brack zu Jannick Haussmann, der bekam in Balingen keinen Vertrag: „Der will weiterhin in der 1. Bundesliga spielen, nicht nur finanziell. Er ist ein Guter – für uns aber kein Thema.“

Abteilungsleiter Armin Geffke ist der Kragen geplatzt

Brack kann Abteilungsleiter Armin Geffke verstehen, dem zuletzt der Kragen platzte, weil ehrenamtliche Helfer fehlen, er nicht für alles verantwortlich sein will. Das Problem haben viele Vereine. Brack konzentriert sich auf das Spiel: „Motiviert sind alle, wir wollen einfach die beiden Punkte behalten. Plochingen hat zehn Punkte, kann die Liga sicher halten. Ich sympathisiere nach wie vor mit dem TV, mit Spielern wie Walz, Werbitzky, Bischof, Petershans oder Weiss, mit denen ich zusammengearbeitet habe. Doch am Samstag ruht alles für 60 Minuten. Wir spielen zu Hause, möchten in der Rückrunde alle Spiele gewinnen.“

Taktisch ähnliche Teams

Vorbereitet ist Brack bestens: „Ich habe ein Video des TV angeschaut, die sind zu beachten. Sie verstärkten sich, man darf nicht alles auf Erifopoulos richten, auch Fuß kann  mal zehn Tore erzielen. Von der Taktik her sind das zwei ähnliche Teams.“ Zudem hat der TVP einen Transfer-Coup gelandet. David Spiler kam aus Israel, ist  134-facher Nationalspieler von Slowenien, spielte in Celje, Zagreb und Mehkom, war auch schon in der Champions-League aktiv. Er half vor eineinhalb Jahren, dass die Eulen aus Ludwigshafen in der 1. Bundesliga blieben. Nun ist er in Plochingen eine riesige Verstärkung.

Der VfL Pfullingen geht mit 23:7 Punkten in die Rückrunde. Das ist die beste Bilanz bisher, so gut stand der VfL noch nie da. Daran gilt es nun anzuknüpfen.

Tombola des Freundeskreises


Im Rahmen des Heimspiels gegen den TV Plochingen veranstaltet der Freundeskreis Handball Pfullingen e.V. seine traditionelle Weihnachtstombola zugunsten der Pfullinger Handballjugend. Insgesamt werden in diesem Jahr über 1200 Sachpreise verlost. Der Lospreis bleibt traditionell bei einem Euro, der Verkauf startet mit Einlassbeginn zum Drittligaspiel.