Pfullingen / woga In der 3. Liga gewinnt der VfL Pfullingen gegen den HBW Balingen-Weilstetten II mit 31:23 (14:11). Rot für Marc Breckel. Acht Tore von Niklas Roth.

Nach dem souverän herausgespielten 31:23-Sieg vor Mini-Kulisse (nur 480 Fans) hat der VfL Pfullingen den Klassenerhalt geschafft. Die Griesbach-Schützlinge zeigten ein beherztes, engagiertes Spiel mit viel Leidenschaft und Einsatz. Der geniale Tempo-Handball machte den Unterschied aus.

Frühes Rot für Breckel

Die Pfullinger hatten einen größeren Kader als zuletzt, weil Niklas Roth wieder auf der Platte stand, in den ersten acht Minuten gleich vier Mal einlochte, insgesamt acht Tore erzielte. Griesbach hatte die Jung-Gallier studiert, fand die richtigen Mittel, die sein Team umsetzte. Entscheidend war der Wille, alles rauszuhauen. Das gelang, weil Niklas Roth spielen konnte und Manuel Bauer aus der Landesliga sich gut einfügte, ein Drittligator erzielte, auch im Training seinen Mann stand. Die rote Karte für Marc Breckel (11.) war ein Schock. Hier waren die Schiedsrichter aus Dettingen viel zu streng.

Florian Möck führte Regie, bot eines seiner besten Spiele, auch Micha Thiemann brachte sich positiv ein (abzüglich seiner Würfe), wie Lukas List. Das war ein Sieg der Gemeinschaft, des Teamgeistes. Dazu kam der größere Kader (Stahl und Keupp fehlten noch). Die VfL-Cracks mussten nicht durchspielen, bekamen ihre Pausen, die so wichtig sind.

Dazu war Magnus Becker mit 15 Paraden ganz wichtig. Seit Wochen ist er in Top-Form, erwischte auch gegen den HBW einen  Sahnetag. Micha Thiemann kommentierte: „Der Grund für unseren Sieg war die Abwehr plus Becker. Ich hätte vor dem Spiel auch einen Sieg mit einem Tor unterschrieben, jetzt haben wir acht Tore Differenz und dabei hatten die Gallier zuletzt 38 Tore erzielt. Die haben wir schön gebremst. Nun ist der Klassenerhalt eingetütet. Unser letztes Ziel ist nun ein einstelliger Tabellenplatz zum Abschluss.“

Die „Gallier von der Alb“ lagen 3:2 vorne, aber dann hielt Becker alles, sein Kollege Mario Ruminsky war vor der Pause auch stark. Der VfL führte dann 6:4, als auch Möck gefiel, genau wie Kreisläufer Rudi Schmid oder Roth, der lange schmerzlich vermisst wurde. Der VfL zog auf 10:6 weg, Balingen-Weilstetten kam nicht mehr heran.

Pfullingen führte 14:11 in der Pause, baute das Ergebnis auf 16:11 aus. Über 19:14 ging es zum 20:16, der VfL spielte souverän und sicher auf. Der Gast hatte nie eine echte Siegchance. Die „Echaz-Krokodile“  gefielen in allen Bereichen. Warum geht es eigentlich nicht immer so?

VfL-Coach Frederick Griesbach blieb ruhig: „Ich bin stolz, kenne die Tabelle nicht, ob da  in Sachen einstelligem Platz  noch was geht. Wir haben gut gespielt, vieles richtig gemacht. Meine Spieler bekamen einfach die Pausen, die zuletzt gefehlt haben, das  machte sich positiv bemerkbar. Ich hatte mir mehr Fans erhofft, die, die kamen, haben tolle Stimmung gemacht.“

So spielten sie

VfL Pfullingen: Becker, Schlipphak – Schmid (6), Breckel, Roth (8/1), Bauer (1), Thiemann, Prinz (1), Jabot (1), Möck (7), Haug (2), Goller, Hertwig, List (5/2)

HBW Balingen-Weilstetten II: Ruminsky, Malek – Thomann (5), Czako (3), Fuoß, Soos (2), Bitzer, Foth, Heinzelmann (1), Diebel (7/6), Schmidberger (1), Strosack (4), Rozman

Zuschauer: 480

Schiedsrichter: Müller, Seeger (TSV Dettingen)

Rote Karte: Breckel  (11.)

Zeitstrafen: Roth, Thiemann – Heinzelmann (2), Rozman (2), Diebel

Siebenmeter: 3/2 (List scheitert) – 8/6 (Thomann und Bitzer scheitern)