Handball Gastgeber ist klarer Außenseiter

Natürlich würden die Pfullinger nach einem Pokalsieg gerne jubeln – das ist aber eher ausgeschlossen.
Natürlich würden die Pfullinger nach einem Pokalsieg gerne jubeln – das ist aber eher ausgeschlossen. © Foto: Foto: Axel Grundler
Pfullingen / Wolfgang Gattiker 17.08.2018

Für die Drittliga-Handballer des VfL Pfullingen beginnt am Samstag, eine Woche vor dem Punktspielstart, der Ernst des Handball-Lebens. Die Griesbach-Schützlinge treffen in der ersten DHB-Pokalrunde auf den Bundesligisten Eulen Ludwigshafen. Der Sieger erreicht das Finale am Sonntag und trifft auf den Sieger des Spiels Bergischer HC gegen die HG Saarlouis. Zwei Erstligisten und zwei Drittligisten bilden also das Pokal-Quartett in der Kurt-App-Halle.

Es soll Spaß machen

Trainer Frederick Griesbach freut sich: „Das ist doch ein schönes Los, andere Teams haben einen klangvolleren Namen, Frisch Auf Göppingen und die Rhein-Neckar-Löwen waren noch im Topf für unser Turnier, aber wir haben eine schöne Aufgabe vor uns. Die Chancen sind jedoch gering, da müsste alles passen. Aber wir wollen uns gut verkaufen. Das Spiel soll uns Spaß machen, meine Jungs können zudem lernen.”

Abteilungsleiter Armin Geffke gibt zu bedenken, dass im Handball ein Drittligist gegen einen Bundesligisten kaum eine Chance hat, das sei im Fußball anders. Er hofft auf viele Zuschauer, der VfL hat ja hohe Kosten (wir haben berichtet).

Große Herausforderung

Die VfL-Neuzugänge Alexander Schmid und Florian Möck sprechen beide von großer Herausforderung, man möchte  sich wehren, gut mithalten. Nikolaus Mondt, der für die Düsseldorfer EG über 1000 Spiele in der Deutschen Eishockey-Liga bestritt, fungierte als Losfee. Für Micha  Thiemann ist es ein attraktives Los. Er freut sich auf ein Wiedersehen mit Eulen-Trainer Benjamin Matschke, denn beide haben gemeinsam vor zwei Jahren die A-Lizenz erworben.

Matschke ist in Pfullingen kein Unbekannter, er spielte in der Saison 2004/05 mit Zweitspielrecht für den VfL in der 1. Bundesliga. Als Trainer arbeitete er beim TV Hochdorf, den er in der 3. Liga etablierte. Seit 2015 steht der 35-Jährige bei Ludwigshafen auf der Kommandobrücke, führte den früher als TSG Friesenheim bekannten Verein in die Beletage.

In der abgelaufenen Saison belegten die Eulen den 16. Platz, der den Klassenerhalt bedeutete. Frederic Stüber, der in der 2. Liga für den TV Neuhausen spielte, hatte großen Anteil am Erfolg.  

Die HG Saarlouis stieg als Letzter aus der 2. Liga in die 3. Liga ab, trifft um Punkte auf den VfL. Der Bergische HC, Favorit in Pfullingen, stieg mit 70:6 Punkten gleich wieder auf, hat mit Fabian Gutbrod einen ehemaligen Neuhäuser. Er lernte dort das Handball-ABC, beide Erstligisten haben also einen Neuhäuser im Kader. Der Sieger des Turniers steht im Achtelfinale.

So freut man sich beim VfL auf ein Event zum Saisonauftakt, möchte den Eulen so weit wie möglich Paroli bieten.

Spielplan

Samstag, 16 Uhr:
VfL –  Eulen Ludwigshafen

19 Uhr:
Bergischer HC – HG Saarlouis

Sonntag, 13 Uhr:
Finale

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