Der SSV Reutlingen gastiert am Samstag beim Neuling SF Dorfmerkingen (1049 Einwohner) in der Nähe von Neresheim, nicht weit entfernt von Aalen. Der Gastgeber wird vom ehemaligen VfB-Spieler Helmut Dietterle trainiert und hat 17 Punkte auf dem Konto, zwei weniger als der SSV. Zu Hause holte man nur sechs Punkte, auswärts aber elf. Der SSV holte auswärts nur sieben Punkte (0:0 in Ilshofen, 3:0 in Bissingen und 2:1 in Pforzheim).

Sauerborn ist der SSV-Goalgetter

Nietzer ist mit sieben Toren Top-Torjäger der SF, Gallego traf fünf Mal. Beim SSV führt Willie Sauerborn mit sieben Toren die Liste an, Onesi Kuengienda traf vier Mal.

Dorfmerkingen holte zu Hause gegen Top-Teams Punkte: 1:1 gegen Bissingen, 1:1 gegen Pforzheim, 1:1 gegen Villingen, 2:0 gegen Ravensburg. Es gab aber auch Packungen: 0:4 gegen Oberachern, 1:3 gegen Göppingen oder 1:5 bei den Stuttgarter Kickers.

Der SSV ist gewarnt

So ist der SSV Reutlingen gewarnt, man nimmt die Sportfreunde mehr als ernst. Es gibt, so Trainer Maik Schütt, keine lockeren Spiele mehr in der verrückten Liga. In dieser ist der SSV Reutlingen seit vier Spielen ungeschlagen. Man holte zehn Punkte, möchte die 20-er-Grenze überschreiten – die Zwei sollte am Samstag vorne stehen.

Konter besser laufen

Maik Schütt hat am vergangenen Sonntag ein Super-Heimspiel seines Teams gesehen, aber der Trainer ärgert sich immer noch über das 2:2-Ausgleichstor der Kickers, denn Reisig oder Jäger hätten nur den Ball wegschlagen sollen. Das tat richtig weh. Erfreulich war, dass es wieder ein Standardtor gab, aber man müsse Konter besser laufen. Doch Schütt sah gute Ansätze und eine Entwicklung seines Teams mit dem Leader Pierre Eiberger, der stark spielte und eben zu Beginn der Saison länger ausfiel.

Eberhard Spohn, sportlicher Leiter, freute sich, man hatte die Kickers am Rande einer Niederlage. Ruben Reisig war enttäuscht, den Platzverweis könne man akzeptieren, aber man hätte das 2:1 über die Zeit retten müssen. Pierre Eiberger blickt nach vorne: „Wir müssen in Dorfmerkingen da weitermachen, haben gut gespielt, müssen die Leistung erneut abrufen. Es geht alles in die richtige Richtung.“ Auch Lukas Hartmann sah viele positive Dinge, die man in Dorfmerkingen auch zeigen müsse, man sehe eine deutliche Entwicklung.

Die ominöse 20-er-Marke soll geknackt werden

Man will, so Schütt, am Samstag die 20-er-Marke überspringen. Das war schon das Ziel gegen die Kickers, wurde ja nicht ganz erreicht. Maik Schütt überlegt: „Ich habe Alternativen für den Sechser, Reisig ist gesperrt, Wöhrle verletzt. Daniel Elfadli kann das spielen – es gibt ja keinen Grund, das Team groß zu ändern. Die Spieler auf der Bank geben Vollgas, möchten sich präsentieren. Wir haben alles erarbeitet, die Jungs ziehen prächtig mit.“

Schütt weiter: „Wir respektieren den Gegner, haben noch viel Luft nach oben. Ich sehe eine Entwicklung, aber wir müssen noch konsequenter, entschlossener,  zielstrebiger werden, vergaben gute Chancen. Wir müssen hellwach agieren, über rechts kommen, das machte Schiffel gut. Ich hoffe bis zum Vorrundenende auf 27 Punkte.“

Zehnkämpfer für die Athletik

Der SSV-Trainer hat die Planungen schon in trockenen Tüchern: Am 20. Januar 2020, einem Montag, beginnt das Training, gleich am Wochenende spielt man gegen den VfR Aalen. Der SV 03 Tübingen, SV Fellbach, Calcio Leinfelden sind einige Testspielgegner. Stefan Hummel ist einmal in der Woche in Reutlingen als Athletik-Trainer – da hat der SSV ein kleines Budget. Er war ja Zehnkämpfer, hat in Sindelfingen schon mit Schütt gearbeitet, hat die Handballer aus Balingen und Bietigheim fit gemacht. Maik Schütt ist froh, eine Hilfe zu haben neben Reiter, Klages und Hoffmann.

Hingearbeitet wurde unter der Woche auf ein klares Ziel: Der dritte Auswärtssieg soll her mit einer guten Leistung in Dorfmerkingen. Um 16 Uhr sollen 22 Punkte auf dem Konto des SSV Reutlingen sein.

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