Es gibt im Lager des SSV Reutlingen keine zwei Meinungen. Auch Trainer Maik Schütt  weiß genau: „Wir müssen am Sonntag gewinnen, da zählt nichts anderes.“ Der Freiburger FC ist Neuling, begann mit einem Sieg am ersten Spieltag gegen Pforzheim, spielte drei Mal Unentschieden,  unter anderem in Freiberg und bei den Stuttgarter Kickers, wartet jetzt seit acht Spielen auf einen Dreier. Dementsprechend mager ist die Ausbeute der Breisgauer. Der FFC hat sechs Punkte geholt, der SSV immerhin neun. Es spielt der 16. gegen den 17. Knapp dahinter hört die Tabelle auf.

Sieg nach Trainer-Rücktritt

Nach der 2:4-Niederlage gegen den FC Rielasingen trat FFC-Trainer Ralf Eckert zurück. Eckert begann 2009 beim FFC, führte den Klub in die Verbandsliga, auch zwei Mal (2014 und 2019) in die Oberliga. Das Team stand voll hinter Eckert, es schien atmosphärische Störungen mit dem Vorstand zu geben. Der Rücktritt sei dennoch eine Katastrophe, man sucht in Ruhe, es gibt keinen Schnellschuss. Das Team zeigte sich unter der Woche relativ unbeeindruckt, siegte im Achtelfinale des Südbaden-Pokals gegen den FC Teningen mit 7:2. Die Anweisungen gab dabei Joschua Moser-Fendel. Bisher war er Co-Trainer, der Einstand als Chef konnte sich schon einmal sehen lassen.

Dem SSV Reutlingen muss es aber egal sein, wer beim Gegner auf der Bank sitzt. Nur ein Sieg zählt – und das auch unabhängig von eigenen Befindlichkeiten. Beim SSV fehlt Dominik Sessa, während Denis Lübke ins Mannschaftstraining einstieg. Kapitän Pierre Eiberger wird im Kader sein, ist eine Option. Ob er von Beginn an spielt, entscheidet Trainer Maik Schütt kurzfristig. Er brachte in Ravensburg zuletzt auch Neuzugang Enis Küley.

Abstiegskampf pur an der Kreuzeiche

Der SSV Reutlingen ist zu Hause bei je zwei Siegen und zwei Unentschieden noch ungeschlagen, peilt nun den dritten Heimsieg an, der bitternötig ist. Maik Schütt zu diesem Thema: „Keine Frage, wir müssen gewinnen. So einfach ist das. Dann hätten wir sechs Punkte mehr als Freiburg. Das ist Abstiegskampf mit allen Tugenden, die dazu gehören, siehe Einstellung. An der haperte es zuletzt nicht, wir haben vieles angesprochen, analysiert.“

Der SSV-Trainer weiter: „Wir müssen explosiver spielen, haben klare Ansagen, Dinge, die wir immer wieder üben. Wir hatten uns in Ravensburg viel vorgenommen, dann hatten wir dort keinen Torabschluss.“

Es war zum Verzweifeln, nicht nur für den Coach. Chancen gab es zu Beginn, aber die Bälle landeten alle über dem Tor oder im Aus. Ravensburgs Keeper musste keinen einzigen Ball halten – es kam keiner. Maik Schütt sah Fehler über Fehler. „Wir haben Positionswechsel trainiert. Auf unserer linken Außenbahn gab es Platz, Schiffel  nutzte ihn, aber im Strafraum stand keiner – so verpuffte alles. Auch im Eins gegen Eins hatten wir Nachteile, machten individuelle Fehler im Mittelfeld, verloren Bälle. Das waren Geschenke, Gegentore fielen aus dem Nichts. Das müssen wir klar abstellen, die Fehlerquote muss sinken“, so der Trainer des SSV.

Umschaltspiel intensivieren

Der Reutlinger Kommandogeber abschließend: „Wir müssen Bälle gewinnen, das Spiel gegen den Ball verbessern und Konter fahren, das Umschaltspiel intensivieren. Das Team wird alles reinwerfen, kämpfen bis zum Umfallen. Das erwarte ich, genauso wie die Unterstützung der Fans, die wir am Sonntag dringender brauchen denn je.“

Liveticker

Einen Liveticker zum Spiel des SSV Reutlingen gegen Freiburg gibt es unter: www.swp.de/reutlingen

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