Dominik Grauer hat es pressiert. Per Crashkurs absolvierte er den Lehrgang zur Trainer-C-Lizenz. „Das war schon ein intensives halbes Jahr“, blickt der Stürmer auf die Zeit zurück, in der er unter der Anleitung von Christoph Schmidt, Jan Wachsmuth und Martin Vöhringer geschuftet hat. Und weil er auch vor dem Tor keine halben Sachen macht, soll jetzt schnellstmöglich noch die nächste Stufe erklommen werden: Die B-Lizenz.

Domink Grauer hat bereits 14 Tore erzielt

Geschmack gefunden an der Trainertätigkeit hat Grauer anfangs der aktuellen Spielzeit, als der TSV Sickenhausen plötzlich ohne Trainer dastand, weil Benjamin Ponath vor dem ersten Anpfiff das Handtuch warf. Das Sickenhäuser Urgestein sprang mit seinem Cousin Daniel ein. Zunächst gab es heftig auf die Mütze. „Das war aber auch kein Wunder, weil bis zu acht Stammspieler fehlten“, blickt Grauer zurück. Spaß gemacht hat es trotzdem, und irgendwann stellten sich auch die Erfolge ein. Walter Mayer übernahm, wird Sickenhausen bis zum Saisonende betreuen und die Mission Klassenerhalt vorantreiben. Dominik Grauer hilft mit seinen Toren. Deren 14 sind es bis jetzt.

Spieler und Trainer in Personalunion

Danach schwebt dem frischgebackenen C-Lizenz-Inhaber ein Spielertrainer-Job vor. „Ich kann schon noch ein paar Jahre spielen“, sagt der 30-Jährige. Zwei schwere Verletzungen konnten den Tatendrang nicht stoppen. In der Jugend wurde Grauer in der ruhmreichen Nachwuchsabteilung des VfB Stuttgart ausgebildet, war später unter anderem für die lokalen Aushängeschilder SSV Reutlingen und VfL Pfullingen in Sachen Toren sehr erfolgreich unterwegs.

Es ist für die nächste Spielzeit alles möglich

Jetzt will er seinen fußballerischen Sachverstand so schnell wie möglich an den Mann (die Mannschaft) bringen. Bis zum Saisonende bleibt es in Sickenhausen so, wie es ist. Was danach passiert, ist noch offen.