Die Basketballer der TSG Volksbank Reutlingen konnten im Spitzenspiel des sechsten Spieltags einen zähen und mühsamen 68:58 (36:27)-Sieg gegen den Tabellendritten Wieblingen einfahren. Damit bleiben die Ravens auch nach sechs Spielen ungeschlagen Tabellenführer. Eine lautstarke und mit 350 Zuschauern prächtig gefüllte IKG-Halle trug am Ende zum Sieg bei.

Erstes Viertel nach Maß

Die Ravens, die unter der Woche noch ein Testspiel gegen Regionalligst Fellbach erfolgreich bestritten haben, starteten gut in die Partie. Vor allem die Rebounds wurden kontrolliert und ermöglichten trotz schwacher Wurfquote aus dem Feld zunächst viele zweite und dritte Wurfchancen am Brett. In der Defensive stimmte, wie auch beim Test gegen Fellbach, die Einstellung und die Rotation, sodass die Gegner aus dem Heidelberger Vorort Schwierigkeiten hatten zu punkten. Mit einem beruhigenden 22:12 ging es in das zweite Viertel.

Offensiv zähes Spiel

Auch im zweiten Viertel entwickelte sich offensiv ein zähes Spiel. Die Wieblinger, die für ihre unangenehme und unorthodoxe Zonenverteidigung bekannt sind, welche über die gesamte Spieldauer angewandt wird, taten sich weiterhin schwer gegen die aktive Reutlinger Mann-Verteidigung. Offensiv taten sich die TSG-Schützlinge aber weiter ungewohnt schwer.

Nach zuletzt 103 und 95 Punkten waren es vor allem die sonst treffsicheren Damir Dronjic und Marques Charlton, die kein Wurfglück hatten. So blieben die Gäste trotz eigener Offensivprobleme im Spiel und konnten das Viertel sogar knapp für sich entscheiden. Mit 36:27 ging es in die Halbzeit.

Drittes Viertel zum Vergessen

Die Halbzeitpause tat den Ravens, die offensiv noch keinen Rhythmus hatten, offenbar nicht gut. Vorne wollte nun überhaupt nichts mehr in den gegnerischen Korb fallen und dazu wurden auch nun vermeintlich leichte Punkte bei Überzahl-Schnellangriffen leichtfertig liegen gelassen. So schöpften die Gäste durch ein paar wilde Dreier wieder Mut, das Spiel eventuell noch gewinnen zu können. Punkt um Punkt mühten sich die Gäste den Vorsprung zu verkleinern, was auch gelang.

Zur Viertelpause lag die TSG nur noch zwei Pünktchen vorne (45:43). Im dritten Viertel gelang der TSG zum ersten Mal diese Saison keine zweistellige Punktausbeute.

Im letzten Viertel entwickelte sich zunächst ein ausgeglichener Schlagabtausch. Die Ravens kamen nun erfolgreicher zum Abschluss, die Gäste hatten aber offensiv auch stets eine Antwort und trafen teils glücklich mit Ablauf der Wurfuhr, sodass es bei einem knappen Vorsprung blieb. In der Schlussphase setzte sich die körperliche Überlegenheit und Reboundstärke der Ravens durch. Durch viele extra Wurfversuche gelang es nun wieder, einen größeren Vorsprung rauszuarbeiten. Hier taten sich vor allem der sehr aktive Nikola Gaurina (6 Punkte/10 Rebounds), der zum Spieler des Spiels gewählt wurde und Lucas Sipetic (11 Punkte) hervor. Auch Damir Dronjic (13), sonst blass geblieben, konnte nun erfolgreich am Korb abschließen. Der Vorsprung wuchs wieder zweistellig an, die harmlosen Gäste konnten aufgrund fehlender Offensivpower nicht mehr antworten.

Drei Spiele in sechs Tagen

Headcoach Vasilios Tsouknidis: „Wir haben offensiv schlecht gespielt, ohne Energie und Fokus, viele falsche Entscheidungen getroffen und die Zone des Gegners nicht bestraft. Trotzdem zählen am Ende nur die zwei Punkte. Wir hatten drei Spiele in sechs Tagen, das hat sich heute bemerkbar gemacht. Defensiv haben wir einen soliden Job gemacht. Wenn man einen Gegner bei unter 60 Punkten hält, kann man nicht viel kritisieren. Wir müssen uns neu sammeln und regenerieren, einige Spieler schleppen Blessuren mit sich herum, und den Fokus auf das schwere Auswärtsspiel in Haiterbach legen. Ein Sonderlob an die Fans, die uns in der schwierigen Phase getragen haben und den Gegner aus dem Konzept gebracht haben.“

TSG-Scoring: Albanus (4), Charlton (11), Dejanovic, Dronjic (13), Durant (2), Gaurina (6), Grubic (6), Köppl (4), Schmid (5), Sipetic (11), Traore (6)